Cyberkriminelle Hacker attackieren Airbus-Zulieferer

Hacker haben die Produktion bei einem Airbus-Zulieferer gestoppt, indem sie wichtige Daten des Unternehmens verschlüsselt haben. Auch ein Hamburger Unternehmen wurde zuletzt Opfer einer solchen Attacke.
03.07.2019, 18:26
Lesedauer: 1 Min
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Hacker attackieren Airbus-Zulieferer
Von Stefan Lakeband

Nach einem Hackerangriff auf den belgischen Airbus-Zulieferer Asco Industries gibt es immer noch Probleme mit der Produktion. Vor etwa einem Monat hatten Cyberkriminelle das Netzwerk des Unternehmens attackiert, woraufhin die Arbeiten an allen Standorten von Asco weltweit eingestellt werden mussten. Auswirkungen auf Airbus soll das jedoch nicht gehabt haben, wie es von einer Konzernsprecherin heißt.

Nach eigenen Angaben wurde Asco Opfer von einer sogenannten Attacke mit Ransomware. Dabei dringen Cyberkriminelle in die Computersysteme ein und verschlüsseln einen Großteil der Daten. Anschließend nehmen sie Kontakt mit der Firma auf und verlangen Lösegeld, um die Daten wieder zu entschlüsseln. Zahlt das Unternehmen nicht, können wichtige Informationen für immer verloren sein.

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Laut Asco wurde die Mehrheit der Mitarbeiter freigestellt, externe Experten wurden zurate gezogen und sollen den Vorfall untersuchen. Zuletzt war aber noch nicht klar, wann in den Werken wieder normal gearbeitet werden kann. Asco liefert unter anderem Bauteile, die im Bremer Airbus-Werk in die Flügel eingebaut werden. Laut einer Sprecherin habe der Angriff auf den Zulieferer zu keinen Probleme geführt. „Unmittelbare Auswirkungen auf Flugzeugauslieferungen an Kunden sind nicht zu erwarten“, sagte sie am Mittwoch.

Es ist nicht das erste mal, dass ein großes Unternehmen einer solchen Attacke zum Opfer gefallen ist. Erst Mitte März wurde das Werk des norwegischen Hydro-Konzerns in Uphusen für eine Woche zum Stillstand gebracht. Anfang der Woche wurde bekannt, dass auch die IT-­Systeme der Hamburger Juwelierkette Wempe mit Schadsoftware infiziert wurden. „Das war eine Geiselnahme unserer Daten auf unseren eigenen Servern“, sagte eine Sprecherin dem „Hamburger Abendblatt“. Die Kriminellen hinterließen demnach auf den Servern eine E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme. Laut „Bild“ forderten die Hacker die Zahlung einer hohen Summe in der Internetwährung Bitcoin. Wempe habe das Lösegeld gezahlt und dann ein Passwort erhalten, um wieder Zugriff auf seine Computer zu erhalten.

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