Raumfahrt-Studie

OHB forscht für die Esa

Um die Vorhersage von gefährlichem Weltraumwetter zu verbessern , hat die Esa zwei Studien für in Auftrag gegeben. Eine davon wird bei OHB in Bremen durchgeführt. 
02.02.2018, 18:07
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OHB forscht für die Esa
Von Stefan Lakeband

Weil sogenannte Weltraum-Wetterphänomene enorme Schäden verursachen können, plant die europäische Weltraumagentur Esa zusammen mit der Nasa ein Frühwarnsystem. Daran könnte sich auch OHB beteiligen, wie das Unternehmen nun mitteilt. OHB wird eine Studie durchführen, die zeigen soll, wie eine Mission zum sogenannten „Lagrange-Punkt 5“ aussehen kann. Dieser Punkt liegt etwa 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Die Sonne steht dabei besonders im Fokus der Studie, da sie maßgeblichen Einfluss auf die Erdumgebung hat.

Durch die geplanten Satelliten der Mission soll ein Frühwarnsystem für das Weltraumwetter entstehen, das die Warnzeit von derzeit einigen Stunden auf vier bis fünf Tage ausdehnen soll. „Die Aktivitäten der Sonne haben enorme Auswirkungen auf Satelliten und können auch die Infrastruktur auf der Erde beeinflussen. So können etwa hochenergetische Partikel von der Sonne nicht nur die sensible Elektronik von Satelliten beschädigen, sondern auch Telekommunikations- und Stromnetze auf der Erde beeinträchtigen", sagt Marc Scheper, Studienleiter bei OHB.

Ob die OHB-Studie erfolgreich sein wird und das Bremer Raumfahrtunternehmen auch den Satelliten für diese Mission bauen wird, soll sich im Sommer 2019 entscheiden. Insgesamt laufen derzeit zwei Studien, die diese Mission untersuchen.

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