Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3

Timo Schneider: Den FC Hansa in der DNA

Die Neugierigen stellte der FC Hansa Schwanewede bis zuletzt auf eine harte Geduldsprobe. Wer wird denn nun der neue Trainer? Jetzt hat Spartenvorstand Yannick Sachau die Katze aus dem Sack gelassen.
31.03.2020, 09:08
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Timo Schneider: Den FC Hansa in der DNA
Von Dennis Schott

Schwanewede. Die Neugierigen stellte der FC Hansa Schwanewede bis zuletzt auf eine harte Geduldsprobe. Wer wird denn nun der neue Trainer? Abteilungsleiter Yannick Sachau erklärte bereits in der Winterpause, also kurz nachdem Noch-Coach Andreas Dirks seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte, dass der Nachfolger eigentlich feststünde. Den Namen preisgeben wollte er indes nicht, sondern verwies wie der Vorsitzende Thomas Sonnenburg, der ebenso in die Trainersuche involviert war und von Dirks’ Rücktrittsabsichten bereits von Saisonbeginn an wusste, stattdessen auf „gute Gespräche“, die man mit dem Kandidaten geführt habe.

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Timo Schneider wird den Fußball-Bezirksligisten zur kommenden Saison übernehmen. Eigentlich ist in der Tat recht früh annähernd alles in trockene Tücher gewickelt worden. Das erste Gespräch habe bereits im Herbst stattgefunden, berichtet der 38-jährige neue Coach. Dabei sei ziemlich schnell klar gewesen, dass sich beide Seiten eine Zusammenarbeit sehr gut vorstellen könnten. Dazu muss man wissen: Timo Schneider ist Hanseat durch und durch. Sein Opa war Gründungsmitglied des FC Hansa, für den er mit Unterbrechung selbst 30 Jahre lang spielte. Die letzten eineinhalb Jahre war er Team-Manager der Ersten Herren.

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Kurzum: Es gibt kaum jemanden, der näher am Verein und an der Mannschaft dran ist. Und da es Timo Schneider in den Fingern juckte, sich als Trainer auszuprobieren, haben beide Seiten schnell Einigkeit erzielt. „Die Arbeit als Team-Manager hat mir zwar auch Spaß gemacht, aber man hat keinen Einfluss auf das Spielgeschehen“, erklärt der 38-Jährige, dem es vor seiner Zusage ebenso ein Anliegen war, ob sich die Mannschaft ihn als ihren Trainer vorstellen könnte. Sie konnte. „Ich hätte mich nicht aufgedrängt“, so Schneider.

Und trotzdem blieb der Name des neuen Hansa-Coaches bis vergangene Woche geheim. Warum? Weil in den ursprünglichen Plänen auch ein Trainerteam eine Rolle gespielt habe, wie Timo Schneider und Yannick Sachau auf Nachfrage erzählen. „Es war angedacht, neben mir noch einen zweiten Mann an die Seite zu stellen“, erklärt Timo Schneider.

Auch da habe es „einige Gespräche“ gegeben, die Schneider auch selbst geführt hatte, letztlich allerdings ohne Ergebnis blieben. Zum einen „weil uns die Corona-Krise dazwischen gekommen ist“, erzählt Spartenleiter Yannick Sachau. Zum anderen wollte der kommende Hansa-Coach in dieser Hinsicht nichts übers Knie brechen. „Er muss zu mir und den Jungs passen“, sagt der 38-Jährige, der die Suche nach Verstärkung jedoch noch nicht als beendet betrachtet.

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Vorerst hat Timo Schneider aber allein das Zepter in der Hand. Trotz aller Unerfahrenheit, schließlich ist es seine erste Trainerstation überhaupt, fühlt er sich für die Aufgabe gewappnet. „Ich habe selbst lange gespielt, habe einige Trainer erlebt. Da ist schon was hängengeblieben“, meint er. Für ihn ist ein Trainerjob auf diesem Niveau „kein Hexenwerk“.

Er setzt neben taktischen Inhalten auch und vor allem auf die menschliche Komponente. „Wichtig ist, dass wir untereinander klarkommen, an einem Strang ziehen“, findet er. Daraus könne viel erwachsen. Und außerdem habe ihn der heimische Fußball nie so ganz losgelassen. Selbst auf der Arbeit, wo er sich gern mit seinem Kollegen Jan Fitschen, Trainer des Landesligisten TSV Ottersberg, austauscht. „Ich denke, ich kenne mich im Kreis und auch im Bezirk ganz gut aus“, so Timo Schneider.

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Auch davon soll seine neue Mannschaft profitieren. Eine Mannschaft, die ihre Zusage für die kommende Saison zum Großteil bereits gegeben hat, und eine, die ihr Potenzial noch nicht in Gänze ausgeschöpft hat, findet der neue Hansa-Coach. „Manchmal fehlt uns noch das Abgezockte“, begründet er. In jedem Fall freue er sich aber „mega“ auf seine Aufgabe und hat bereits einige Ideen, die er mit der Mannschaft umsetzen will. Egal, ob der FC Hansa Schwanewede in der Bezirksliga bleibt oder nicht. „Meine Zusage ist ligaunabhängig“, sagt er.

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