Wolf in Steinfeld Möglicher Wolfsbiss wird untersucht

Nach dem mutmaßlichen Wolfsangriff auf einen Menschen in Steinfeld im Landkreis Rotenburg sollen nun Proben untersucht werden.
29.11.2018, 11:48
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Möglicher Wolfsbiss wird untersucht
Von André Fesser

Den möglichen Angriff eines Wolfes auf einen 55-Jährigen in Steinfeld in der Gemeinde Bülstedt im Landkreis Rotenburg untersucht das Umweltministerium in Hannover mit Hochdruck. „Die genommenen DNA-Proben haben wir heute per Kurier an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen geschickt“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Es wäre nach Angaben des Ministeriums der erste gesicherte Fall, bei dem ein Mensch seit Rückkehr der Wölfe in Deutschland durch die Raubtiere zu Schaden kam.

„Wir hoffen, dass es gelingt, verwertbares Material aus den sichergestellten Gegenständen zu isolieren und dann auszuwerten“, sagte die Ministeriumssprecherin. Das Institut wolle das Ergebnis so schnell wie möglich vorlegen, im Tagesverlauf sei damit noch nicht zu rechnen.

Der Gemeindearbeiter hatte berichtet, am Dienstag bei der Pflege einer Grünanlage an einem Friedhof von einem Wolf in die Hand gebissen worden zu sein. Drei weitere Tiere eines Rudels hätten mit Abstand daneben gestanden. Der Pullover des Mannes mit Haaren des Tieres und der Hammer, mit dem er das Tier abgewehrt hatte, wurden sichergestellt. Sollte es sich tatsächlich um einen Wolfsbiss handeln, müsste das Tier umgehend getötet werden, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD).

(Mit Material von dpa)

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