Niedersachsen AfD beantragt Parteiausschluss nach Stauffenberg-Verunglimpfung

Nachdem Lars Steinke den Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg als "Verräter" bezeichnet hatte, hat die AfD jetzt seinen Ausschluss von der Partei beantragt. Der Fall hatte für Aufregung gesorgt.
03.08.2018, 13:25
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste

Die niedersächsische AfD will den Landeschef der Jugendorganisation Junge Alternative (JA), Lars Steinke, wegen Verunglimpfung des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg aus der Partei ausschließen. Landes- und Fraktionschefin Dana Guth betonte am Freitag in Hannover, Steinke habe "nun endlich etwas geliefert was so greifbar ist, dass es die Messlatte für einen Parteiausschluss erfüllt." In einem nicht öffentlich einsehbaren Facebook-Eintrag hatte Steinke Stauffenberg als Verräter bezeichnet.

Anfang kommender Woche werde die JA den Konvent einberufen, um dort den gleichen Antrag zu stellen. Steinke hatte mit seinem Beitrag parteiintern harsche Kritik ausgelöst. Auch Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland hatte sich für einen Parteiausschluss ausgesprochen und den Facebook-Eintrag als "Schwachsinn" bezeichnet. Der "Braunschweiger Zeitung" sagte Steinke: "Ich kann den Heldenkult um Stauffenberg nicht verstehen." Von der Formulierung nehme er aber Abstand. Er habe der Partei nicht schaden wollen. (dpa)

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+