Wahlentscheidungshilfe Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Niedersachsen

Am 9. Oktober ist in Niedersachsen Landtagswahl. Eine Entscheidungshilfe für Wählerinnen und Wähler ist der Wahl-O-Mat. Lernen Sie hier die Positionen der Parteien kennen.
08.09.2022, 11:15
Lesedauer: 2 Min
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Von Saskia Hassink
Inhaltsverzeichnis

Niedersachsen wählt am 9. Oktober einen neuen Landtag. Aber welcher Partei die Stimme geben? Damit Wählerinnen und Wähler am Tag der Wahl eine Entscheidung treffen können, sollten sie sich über die Positionen der Parteien einen Überblick verschafft haben.

Eine Hilfe kann der Wahl-O-Mat sein, der speziell für die Niedersachsenwahl 2022 erstellt wurde. Der WESER-KURIER ist Medienpartner des Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Die aktuelle Version des Wahl-O-Mat für die Landtagswahl finden Sie hier.

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Wie funktioniert der Wahl-O-Mat?

Hinter dem Wahl-O-Mat steckt ein Frage-und-Antwort-Tool. Nutzer bekommen 38 Thesen angezeigt, die sie mit "stimme zu", "stimme nicht zu", "neutral" oder "These überspringen" beantworten können. Dabei können sich alle zur Wahl zugelassenen Parteien am Wahl-O-Mat beteiligen. Ziel ist es, dass Wählerinnen und Wähler ihre Antworten mit den Positionen der Parteien abgleichen können. Das Tool errechnet den Grad der persönlichen Übereinstimmung mit den Parteien.

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Seit wann gibt es den Wahl-O-Mat?

Bei der Bundestagswahl 2002 wurde der Wahl-O-Mat erstmals eingesetzt. Damals konnten 27 Thesen von den Wählerinnen und Wählern beantwortet werden. In dieser frühen Version des Wahl-O-Mat waren zunächst nur die Parteien aufgeführt, die bereits im Parlament vertreten waren oder in aktuellen Wahlumfragen mehr als drei Prozent der Befragten von sich überzeugen konnten. Erst bei der Wahl zum Europäischen Parlament 2009 konnten sich erstmals alle Parteien, die mit einer Liste zur Wahl zugelassen wurden, am Wahl-O-Mat beteiligen. Seitdem enthält der Wahl-O-Mat bei jeder Wahl 38 Thesen. Als neue Informationsgröße kamen 2009 die Begründungen der Parteien hinzu, in denen die Parteien ihre Positionen kurz erläutern. Seit 2011 gibt es den Wahl-O-Mat auch als App. 

Wer organisiert den Wahl-O-Mat für die Niedersachsenwahl?

Der Wahl-O-Mat wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) organisiert. Ein Redaktionsteam aus 20 Jungwählerinnen und -wählern im Alter zwischen 18 und 26 Jahren aus Niedersachsen sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Bildung setzten bei Workshops die insgesamt 38 Thesen auf, die im Wahl-O-Mat für die Niedersachsenwahl erschienen sind.

Wie entstand der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl?

Etwa drei Monaten vor der Wahl hat sich die Redaktion zum ersten Mal getroffen. Während dieses Workshops erarbeiten die Redakteure der Jungwählerinnen und -wähler etwa 80 bis 100 Thesen. Die Experten und Verantwortlichen standen ihnen beratend zur Seite. Als Basis dienten die Wahlprogramme der verschiedenen Parteien.

Die Vorauswahl der Thesen wurde den Parteien anschließend zur Verfügung gestellt, um diese zu beantworten. Außerdem konnten sie zu jeder These eine Begründung abgeben, mit der sie ihre jeweilige Positionierung ausführen und ihren genauen Standpunkt zum Themengebiet konkretisieren können. Bei einem zweiten Workshop – etwa eine Woche vor Start des Wahl-O-Mat – wählte die Redaktion aus den 80 bis 100 Thesen die finalen 38 aus.

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Wie wurden die 38 Thesen für den Wahl-O-Mat ausgewählt?

Die Redaktion wählte die Thesen dabei nach folgenden Kriterien aus: Sie sollen die wichtigsten Themen der Wahl aufgreifen und von den Parteien kontrovers beantwortet sein, damit die Unterschiede der Parteien deutlich werden. Zudem soll ein möglichst weites Themenspektrum mit den Thesen abgedeckt werden.

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