Basketball-Bundesliga

Eisbären Bremerhaven trennen sich von Brangers

Der abstiegsbedrohte Basketball-Bundesligist Eisbären Bremerhaven hat sich von Jordan Brangers getrennt. Sportdirektor Dan Panaggio begründet diesen Schritt mit der Defensivschwäche des 23-jährigen Amerikaners.
22.12.2018, 18:38
Lesedauer: 1 Min
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Eisbären Bremerhaven trennen sich von Brangers
Von Frank Büter
Eisbären Bremerhaven trennen sich von Brangers

Jordan Brangers.

Peter/Hansepixx

Es bleibt ungemütlich bei den Eisbären Bremerhaven. Am Sonnabend gab der abstiegsgefährdete Basketball-Bundesligist die Trennung von Jordan Brangers bekannt. Der vor der Saison vom South Plains-Collegeteam im US-Bundesstaat Texas verpflichtete Shooting Guard gehört ab sofort nicht mehr zum Kader. „Jordan ist ein talentierter Spieler, aber kein starker Verteidiger“, sagte Sportdirektor Dan Panaggio, der nach der Trennung von Trainer Arne Woltmann inzwischen in Personalunion auch als Headcoach verantwortlich zeichnet.

Und eben auf der in den vergangenen Wochen so anfälligen Defense liegt das Hauptaugenmerk von Panaggio. Bereits bei seinem Amtsantritt als Trainer hatte der 63-jährige Amerikaner angekündigt, sich auf dem Spielermarkt weiter nach möglichen Neuzugängen umschauen zu wollen. Das werde die Spieler auf Trab halten, sagte Panaggio. Deshalb könnte es nun also gut möglich zu sein, dass die Eisbären bereits in den nächsten Tagen, wohl aber nicht mehr vor dem am zweiten Weihnachtstag anstehenden Auswärtsspiel in Frankfurt, eine Neuverpflichtung präsentieren werden.

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Jordan Brangers war ein Akteur für die besonderen Momente: Er nahm sich Würfe in Situationen, in denen viele Basketballspieler eher den Nebenmann suchen – und traf. In der Bremer ÖVB-Arena etwa verzückte er das Publikum in der Partie gegen den FC Bayern München als bester Werfer mit vier zum Teil spektakulären Dreiern. Und am Auswärtssieg der Eisbären Bremerhaven in Jena hatte der Distanzschütze mit 29 Zählern sogar einen Löwenanteil.

Einigen Anhängern gefiel die unbedarfte Spielweise des höherklassig völlig unerfahrenen Amerikaners, der am Neujahrstag seinen 24. Geburtstag feiert. Anderen Fans wiederum war Brangers ein Dorn im Auge, weil ihm in puncto Abwehrarbeit die nötige Qualität fehlte. Vorne also hui, hinten pfui – und deshalb gaben die Verantwortlichen dem ursprünglich mit einem Jahresvertrag ausgestatteten Akteur nun den Laufpass. „Wir glauben daran, dass er eine erfolgreiche Zukunft im professionellen Basketball haben kann“, sagte Panaggio. „Dennoch passt er zu diesem Zeitpunkt nicht in unser Team.“

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