Handball-Oberliga Nordsee HSG Delmenhorst und HC Bremen wollen verlegen, müssen aber spielen

Die Verlegung des Spiels zwischen dem HC Bremen und der HSG Delmenhorst stand schon so gut wie fest, beide Vereine waren dafür. Dann legte jedoch der Verband sein Veto ein.
26.11.2021, 15:59
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HSG Delmenhorst und HC Bremen wollen verlegen, müssen aber spielen
Von Christoph Bähr

Eigentlich war alles klar: Die HSG Delmenhorst und der HC Bremen hatten sich darauf geeinigt, das für Sonnabend angesetzte Spiel der Handball-Oberliga Nordsee zu verschieben. Dann legte jedoch Jens Schoof, der Vizepräsident Spieltechnik des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN), sein Veto ein und ordnete an: Die Partie muss wie geplant an diesem Sonnabend um 19.30 Uhr in Bremen ausgetragen werden.

"Ich bin dafür verantwortlich, dass wir einen regulären Spielbetrieb hinkriegen. Da können wir nicht jede Woche die Spiele eines Vereins verlegen", erklärte Schoof am Freitag. Die HSG Delmenhorst hat zahlreiche Verletzte und mittlerweile drei Corona-Infektionen innerhalb der Mannschaft zu beklagen. Wegen der großen Personalprobleme hatten sich die Delmenhorster bereits mit dem SV Beckdorf darauf verständigt, das Spiel vom 20. November auf den 3. Dezember zu verschieben, inklusive Heimrechttausch.

Da das Personal weiterhin knapp ist, fragte die HSG auch beim HC Bremen wegen einer Verlegung an, und der Gegner stimmte zu, der Verband allerdings nicht. "Wir kriegen sonst doch auch Probleme, die ganzen Spiele nachzuholen. Man weiß momentan nicht, was die Zukunft bringt", sagte Schoof mit Blick auf die Pandemie. Der HSG-Vorsitzende Jürgen Janßen kann die Entscheidung nicht nachvollziehen: "Der Verband muss doch auch berücksichtigen, wie sich die Lage gerade darstellt. Beide Mannschaften wollten verlegen und dürfen das nicht. Das widerspricht sich doch alles."

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