Vor Spiel gegen Schalke Abwehrsorgen bei Werder: Trainer Anfang lässt Ü30-Kette trainieren

Mit Marco Friedl und Milos Veljkovic fallen Werder-Coach Markus Anfang gleich zwei Verteidiger aus. Im Training ließ er die Ü30-Akteure Ömer Toprak, Christian Groß und Anthony Jung üben.
18.11.2021, 19:48
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Sander

Werder Bremen verfügt in der 2. Liga über den zweitjüngsten Kader. Doch gegen Schalke 04 läuft das Team von Trainer Markus Anfang möglicherweise mit einer echten Oldie-Abwehr auf. Im Training am Donnerstag ließ der Coach mit den Ü30-Akteuren Ömer Toprak (32), Christian Groß (32) und Anthony Jung (30) üben. Nach den Ausfällen von Marco Friedl (Gelbsperre und Covid19-Infektion) sowie Milos Veljkovic (Muskelverletzung) ist es naheliegend, auf diese Dreierreihe zu setzen. Anfang will sich aber nicht in die Karten gucken lassen, sagt: „Ja, das ist eine Option. Vielleicht war es aber auch nur Zufall.“

Klar ist: Die Erfahrung seiner „Ü30er“ schätzt Anfang sehr. Das hat er zuletzt immer wieder betont und macht es auch jetzt. „Ich glaube, dass die Mannschaft diese Erfahrung braucht, sie gibt ihr Stabilität, tut uns gut“, sagt er. Allerdings würde es auch helfen, dem Mittelfeld durch Groß, der wie Toprak wohl sein Startelf-Comeback feiern wird, eine Prise Routine zu verabreichen. In der Dreierkette könnte Lars Lukas Mai dann den rechten Part übernehmen – mit 21 Jahren würde er den Altersschnitt der Defensive weit nach unten drücken. Doch der U21-Nationalspieler durfte zwei Spiele in Folge gar nicht ran, derzeit scheint Anfangs Vertrauen in ihn nicht besonders groß zu sein. Offiziell sagt der Trainer aber dies: „Im Aufbauspiel ist Lasse einer der besten Verteidiger der Liga. Er ist sehr hart mit sich. Nach Fehlern grübelt er viel, manchmal zu viel.“ Übersetzt könnte das heißen: Mai ist im Kopf nicht frei.

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Ersatz wird auf der Veljkovic-Position vermutlich nicht nur gegen Schalke, sondern auch in der folgenden Partie bei Holstein Kiel nötig sein. Die Adduktoren-Verletzung, die der 26-Jährige nach der WM-Qualifikation mit Serbien nach Bremen mitgebracht hat, wird „ein paar Tage mehr“ Auszeit verlangen, so Anfang: „Es wird nicht Monate dauern, aber es muss ausheilen. Wir wissen nicht, wie schnell es geht. Milos hatte schon mal eine ähnliche Verletzung.“

Mit wiederkehrenden Blessuren kennt sich auch Ömer Toprak bestens aus. Bei ihm ist eine Wade die Problemstelle, doch nach einem Kurzeinsatz in Nürnberg vor sowie eines kompakten Trainingsprogramms während der Länderspielpause ist der Kapitän fit. Er kann spielen, auch von Beginn an. Anfang fragt sich lediglich, wie lange Toprak auf dem Platz durchhält. Seine Einsatzzeit hänge davon ab, „wie intensiv die Partie für ihn wird, wie lange er das Tempo gehen kann.“

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