Kurzportraits Das ist der neue Werder-Aufsichtsrat

Bei der Mitgliederversammlung von Werder Bremen ist mit Ulrike Hiller erstmals eine Frau in den Aufsichtsrat gewählt worden. Wir stellen die 56-Jährige und ihre drei Mitstreiter vor.
06.09.2021, 06:25
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Sander

Harm Ohlmeyer

Der 53-Jährige stammt gebürtig aus Hoya. Ohlmeyer hat bei Sportartikel-Gigant adidas Karriere gemacht, ist dort zum Finanzchef des global agierenden Unternehmens aufgestiegen. Zwei markige Sätze aus seiner Vorstellungsrede: „Ich garantiere kein Harakiri.“ Und: „Der Aufstieg in die Bundesliga muss unser Ziel sein.“ Er war der Favorit bei der Wahl und erhielt im ersten Wahldurchgang mit 479 von maximal möglichen 607 Stimmen auch die meisten Stimmen.

Ulrike Hiller

Auf den letzten Drücker war sie noch auf die Kandidatenliste gerutscht, wurde dann aber ebenfalls gleich im ersten Wahlgang gewählt (389 Stimmen). Die 56-Jährige hat viele Jahre in der Bremer Politik mitgewirkt, ist Staatsrätin a.D.. Sie arbeitet als Juristin und Mediatorin – sowie fortan auch als Aufsichtsrätin des SV Werder. „Ich bin keine Fußball-Expertin und auch kein Witschafts-Boss, aber wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig“, sagt sie: „Ich will ganz viele Leute in meiner Arbeit mitnehmen, vor allem auch alle Frauen, die hier Woche für Woche im Stadion sind – das wird langsam auch mal Zeit.“ Ulrike Hiller ist die erste Frau, die es jemals in den Werder-Aufsichtsrat geschafft hat.

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Dirk Wintermann

Noch eine Premiere: Wintermann ist der erste Fan-Vertreter im Aufsichtsrat. Der Fan-Club „27801“ aus Dötlingen hat ihn zur Kandidatur motiviert. Der Inhaber eines mittelständischen Handwerksbetriebes setzt auf viel Kommunikation mit der Basis: „Ich habe in vielen Gesprächen mit verschiedenen Gruppen eine sehr große Sorge, Verbundenheit und Liebe zu Werder festgestellt. Wir müssen Misstrauen in Zutrauen umwandeln, damit daraus Vertrauen entstehen kann.“ Auch Wintermann schaffte gleich im ersten Wahlgang mit 353 Stimmen den Sprung in das Kontrollgremium.

Florian Weiß

Der Mann ist ein Experte in Sachen Digitalisierung. Mit 43 Jahren leitet er als Geschäftsführer die Plattform Jameda, die rund um den Betrieb von Arztpraxen digitale Lösungen entwickelt und anbietet. Seinen Doktortitel hat Weiß, der mit seiner Familie in Starnberg in Süddeutschland lebt, im Bereich Organisationspsychologie erworben. Seine Absichten mit Werder: „Wir brauchen Mut, klare Visionen und Professionalität. Bringing back the Traditionsverein. Ich möchte positive Energie in den Verein tragen.“ Weiß schaffte es mit einer Stimmenmehrheit im zweiten Wahldurchgang in den Aufsichtsrat.

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