Spiel gegen Augsburg DFB räumt ein: Ducksch-Elfmeter gegen Augsburg war Fehlentscheidung

Der vergebene Strafstoß gegen Augsburg lässt Werder nicht zur Ruhe kommen. Erst gab es Ärger, weil Gikiewicz den Punkt manipuliert haben soll. Nun gibt der DFB zu: Den Elfmeter hätte es nicht geben dürfen.
15.09.2022, 10:06
Lesedauer: 1 Min
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DFB räumt ein: Ducksch-Elfmeter gegen Augsburg war Fehlentscheidung
Von Malte Bürger

Der Elfmeter-Fehlschuss von Marvin Ducksch aus dem vergangenen Spiel gegen den FC Augsburg ist vielen Fans des SV Werder Bremen auch Tage später noch in böser Erinnerung. Ginge es nach dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), dann hätte es diese Großchance auf den Ausgleichstreffer aber überhaupt nicht geben dürfen. Der Verband hat nun nämlich gleich vier Fehlentscheidungen seiner Schiedsrichter-Teams an den beiden jüngsten Bundesliga-Spieltagen eingeräumt – darunter auch der Strafstoßpfiff in Bremen.

Augsburgs Maximilian Bauer hatte in der Schlussphase der Partie den Ball aus kurzer Distanz von Ducksch an die Hand geschossen bekommen, woraufhin Referee Martin Petersen auf den Punkt zeigte. „Hier befindet sich der Abwehrspieler in einer Drehbewegung, ohne klare Orientierung zum Ball“, urteilte nun Peter Sippel, der beim DFB als Sportlicher Leiter Bundesliga fungiert. „Die Arme, obwohl etwas vom Körper entfernt, sind als natürliche Folge der Körperbewegung einzuordnen. Es ist keine Absicht erkennbar, und auch der Aspekt der unnatürlichen Vergrößerung des Körpers ist klar zu verneinen.“ Das lässt Sippel zu folgendem Schluss kommen: „Der Schiedsrichter hat hier auf Strafstoß entschieden, was als klar und offensichtlich falsch einzuordnen ist. Der Video-Assistent muss in einer solchen Situation eingreifen.“ Tat er aber nicht – weshalb Ducksch schießen durfte, aber das mögliche 1:1 vergab.

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Nun waren die Diskussionen um die Schiedsrichterleistung kein Bremer Einzelfall. Auch bei den Duellen Borussia Dortmund gegen TSG Hoffenheim, Hertha BSC gegen Bayer Leverkusen und 1. FC Köln gegen Union Berlin hatte es zuletzt Unstimmigkeiten gegeben – und Fehlentscheidungen, wie der DFB in seiner Klarstellung hervorhob. "Wir haben die Situationen analysiert und werden die Ergebnisse vor dem nächsten Spieltag auch noch mal mit den Schiedsrichtern besprechen", kündigte Sippel an. „Ziel muss es bleiben, eine möglichst einheitliche Regelauslegung zu erreichen, um für Clubs, Fans und vor allem auch für Spieler berechenbar zu sein.“ 

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