„Er wollte den Fluch brechen“ Werders Ducksch und sein bitterer Elfmeter-Fehlschuss

Marvin Ducksch muss weiter auf seinen ersten Saisontreffer in der Liga warten. Gegen Augsburg hatte Werders Stürmer die große Chance, die Flaute mit einem Elfmeter zu beenden - doch er scheiterte.
10.09.2022, 11:16
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von dco

Der Plan war ebenso simpel wie einleuchtend: Mit einem verwandelten Handelfmeter wollte Werder-Stürmer Marvin Ducksch in der Nachspielzeit des Heimspiels gegen den FC Augsburg seine Torflaute in der laufenden Bundesligasaison endlich beenden - und seiner Mannschaft damit gleichzeitig einen späten Punkt sichern. Das Problem: Der Plan ging nicht auf. Ducksch scheiterte am Augsburger Torhüter Rafal Gikiewicz, sodass nach der Bremer 0:1-Niederlage plötzlich die Frage im Raum stand, wieso eigentlich nicht Werders Top-Torjäger Niclas Füllkrug geschossen hatte.

„Duckschi wollte sein erstes Tor machen und den Fluch brechen. Dann passiert das mal“, sagte Füllkrug, der in der laufenden Saison zwei seiner bereits fünf Treffer von Punkt aus erzielt hatte (gegen Frankfurt und Bochum), der derzeit entsprechend vor Selbstvertrauen strotzt - und so gesehen wohl der bessere Schütze als der nach wie vor torlose Ducksch gewesen wäre.

Lesen Sie auch

Wie schon in der vergangenen Saison klären es die beiden Stürmer als grundsätzlich gleichberechtigte Schützen auf dem Platz selbst, wer von ihnen zum Elfmeter antritt. „Man weiß ja nie, wer sich in einer Situation wie fühlt“, sagte Cheftrainer Ole Werner, der das Modell „Elfmeter in Eigenverantwortung“ auch künftig beibehalten möchte. „Wir sind damit in der Vergangenheit ja auch gut gefahren.“ Gegen Augsburg nicht.

„Duckschi ärgert sich unheimlich, denn normalerweise ist er ein sicherer Schütze“, betonte Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz - und forderte: „Er muss das jetzt schnell abhaken.“ Duckschs Mitspieler Christian Groß ist überzeugt davon, dass dem Stürmer der Fehlschuss nicht lange nachhängt. „Ich bin mir sicher, dass er bald wieder treffen wird“, sagte der Routinier und wertete Duckschs Gang zum Punkt als grundsätzlich positiv: „Er hat sich den Ball geschnappt und Verantwortung übernommen, und natürlich kann man dann auch mal scheitern. Da mache ich ihm überhaupt keinen Vorwurf.“ 

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+