Gelungenes Startelf-Debüt Jens Stage zeigt in Wolfsburg direkt, warum Werder ihn geholt hat

Vier Millionen Euro hat sich Werder Bremen die Verpflichtung von Jens Stage kosten lassen. Bei seinem Bundesliga-Debüt hat der Däne dann auch gleich gezeigt, warum der Aufsteiger ihn geholt hat.
07.08.2022, 10:18
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Jens Stage zeigt in Wolfsburg direkt, warum Werder ihn geholt hat
Von Malte Bürger

Jens Stage legte noch eine kleine Zusatzschicht ein, ehe es endlich zur Erholung in die Kabine ging. Als die Partie in Wolfsburg (2:2) beendet war, gab es im Spielertunnel noch einen kurzen Plausch mit seinem dänischen Landsmann Jonas Wind, der beim VfL unter Vertrag steht, anschließend musste der 25-Jährige noch in ein paar Mikrofone sowie Kameras sprechen und erklären, wie sein Bundesliga-Debüt für Werder denn nun gelaufen war. „Ich hoffe, dass ich noch ein bisschen mehr geben kann. Ich habe die letzten 20 Minuten gemerkt, dass ich müde bin“, gestand Stage dabei. „Aber das soll keine Ausrede sein. Ich bin hier, um alles zu geben.“ Und das hatte er zuvor wahrlich getan.

Es war die Corona-Infektion von Romano Schmid, die Stage plötzlich in die Startelf spülte. Da dürfte er unter normalen Gesichtspunkten aufgrund seiner Spielweise zwar ohnehin hingehören, doch Werders Vier-Millionen-Einkauf war nach einer Verletzung bei Ex-Klub FC Kopenhagen eben behutsam während der Vorbereitung aufgebaut worden und hatte für die Bremer noch nicht über 90 Minuten gespielt. Bis jetzt. Und er deutete in Wolfsburg nicht nur an, was er kann – er setzte gleich mehrere Ausrufezeichen. Immer wieder unterbrach er die Angriffe des VfL, bekam noch einen Fuß dazwischen, wenn es gefährlich zu werden drohte. Er war ein Störfaktor im positivsten Sinne. „Jens hat seine Stärken eingebracht, war sehr griffig im Zweikampf und hat viele Bälle im Gegenpressing zurückgewonnen“, lobte Trainer Ole Werner den Neuzugang. „Auch offensiv hat er die Dinge klarer gemacht als in den Testspielen, wenngleich da noch Luft nach oben ist.“

Lesen Sie auch

Dass er sich noch verbessern kann, weiß auch Jens Stage. Die Partie zum Liga-Auftakt hat ihm dabei nach eigenem Befinden sehr geholfen. „Natürlich ist es einfacher, in Form zu kommen, wenn man Spiele spielt – gerade bei dem Tempo“, meinte er. „Auch wenn das Tempo im Training hoch und intensiv ist, ist es etwas anderes, ein Spiel zu spielen – besonders auf so einem Niveau.“ Und auch wenn Stage hinterher ebenso wenig wie seine Teamkollegen zufrieden mit dem Resultat war, so hatte er doch mächtig Spaß bei seiner Bundesliga-Premiere gehabt. „Auch wenn wir auswärts gespielt haben, hat es sich ein bisschen angefühlt, als würden wir zu Hause spielen. Großartiger Support, großartige Leistung von den Fans“, schwärmte er grinsend und ließ kurz ein etwas derberes Vokabular folgen: „Wir haben ihnen 100 Prozent gegeben, alles, was wir hatten. Wir sind als Einheit aufgetreten und haben uns den Arsch abgearbeitet.“ Und Jens Stage musste es wissen, er war schließlich mit gutem Beispiel vorangegangen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+