Sicherheitsbedenken Termin-Chaos bei Werder: Testspiel-Doppelpack am Samstag ist abgesagt

Doch kein Testspiel-Doppelpack am Samstag: Der SV Werder Bremen hat sein Testspiel gegen den FC Groningen abgesagt, das Spiel gegen den FC Emmen wird verlegt. Was sind die Gründe für das Chaos?
19.07.2022, 19:11
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Werder Bremen und seine Testspiele – das entwickelt sich in diesem Sommer mehr und mehr zur chaotischen Geschichte. Nachdem gerade erst die Partie gegen den niederländischen Erstligisten FC Twente Enschede zunächst von Lohne nach Lotte verlegt, dann offiziell abgesagt und schließlich in Enschede im Geheimen ausgetragen worden war, gibt es jetzt den nächsten kuriosen Fall.

Das Testspiel zwischen dem Bundesliga-Aufsteiger Werder und dem niederländischen Erstligisten FC Groningen, das am Samstag in Delmenhorst ausgetragen werden sollte, wurde abgesagt. Grund dafür sind erneut Sicherheitsbedenken.

„Die Behörden haben kurzfristig entschieden, dass wir das Spiel aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht stattfinden lassen können. Es tut uns natürlich wahnsinnig leid für alle Fans, die die Mannschaft noch einmal vor dem Pflichtspielstart live sehen wollten. Aber uns sind dabei die Hände gebunden“, lässt sich Clemens Fritz als Werders Leiter Profifußball in einer Mitteilung des Vereins zitieren.

Nach Informationen unserer Deichstube hat sich am Ende sogar das niedersächsische Innenministerium in die Sache eingeschaltet und die Absage in Delmenhorst angeordnet. Als Grund dafür gelten unter anderem Parallelveranstaltungen und Testspiele am kommenden Wochenende – so wie Werders zweite für den Samstag angesetzte Partie gegen den niederländischen Erstligisten FC Emmen, die nach der Groningen-Absage nun um 17 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Bremen ausgetragen wird.

Ursprünglich hatten beide Partien in Delmenhorst stattfinden sollen, ehe das Emmen-Spiel wegen organisatorischer Probleme und Sicherheitsbedenken nach Bremen verlegt wurde. Am Ende war es den Behörden aber offenbar schlichtweg zu heikel, zwei Fangruppen niederländischer Vereine am selben Tag in dieselbe Region reisen zu lassen – zumal die Groninger am vergangenen Wochenende schon mit gut 400 Anhängern zum Testspiel beim VfL Osnabrück angereist waren und auf dem Weg zum Stadion an der Bremer Brücke von der Polizei hatten eskortiert werden müssen.

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Für das Groningen-Spiel in Delmenhorst hatte der Kartenvorverkauf längst begonnen, der Regionalligist SV Atlas Delmenhorst hatte als Ausrichter mit rund 5000 Fans gerechnet – und bleibt nun auf den Kosten sitzen. „Natürlich haben wir Auslagen, zum Beispiel für den Sicherheitsdienst, das Catering oder den Druck der Karten. Insgesamt sind es Ausgaben, die in unserem Budget schon spürbar sind“, sagte Stefan Keller aus dem Vorstand des SV Atlas gegenüber der Deichstube. Und weiter: „Werder hat uns aber toll unterstützt und wirklich alles versucht, damit das Spiel in Delmenhorst stattfinden kann.“ Von Clemens Fritz gab es warme Worte zurück an den Ausrichter: „Ein Dank gilt dem SV Atlas Delmenhorst, der auf die Absage mit Verständnis reagiert hat.“

Alle Fans, die sich bereits Tickets für die Partie gekauft haben, können die Karten an den Vorverkaufsstellen zurückgeben, bei denen sie die Tickets erworben haben. Ob Werder plant, das Groningen-Testspiel andernorts auszutragen, ist bislang nicht bekannt.

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