Neuzugang Warum Stage die Champions League für Werder Bremen sausen lässt

Mit seinem ehemaligen Verein FC Kopenhagen hätte Jens Stage eine Chance auf die Champions League gehabt. Doch trotzdem ist der Däne zum SV Werder Bremen gewechselt. Das sind seine Gründe:
27.07.2022, 13:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Maik Hanke

Jens Stage ist der Königstransfer des Sommers beim SV Werder Bremen. Das liegt nicht nur an der Tatsache, dass der Däne der einzige Spieler ist, für den der Bundesliga-Aufsteiger eine Ablösesumme in Höhe von vier Millionen Euro bezahlt hat. Sondern auch daran, dass Stage der neue Mittelfeldmotor sein soll. Und daran, dass er für die Grün-Weißen sogar die Chance auf die Champions League sausen lässt.

Denn mit dem FC Kopenhagen hätte der Dänische Meister in den Play-offs zur Königsklasse gespielt, stattdessen stellt er sich jetzt mit vollem Bewusstsein und voller Vorfreude auf einen Abstiegskampf ein. Warum macht er das? „Weil ich davon geträumt habe, in der Bundesliga zu spielen. Und jetzt habe ich die Chance, das für so einen großen Club wie Werder Bremen zu tun“, sagt Jens Stage im Interview mit der „Bild“.

Wenn er bei Werder Bremen abliefert, dann hätte er auch größere Chancen in der dänischen Nationalmannschaft. Bisher ist der 25-Jährige erst einmal für sein Heimatland aufgelaufen. Für einen Kader-Platz bei der Weltmeisterschaft im Winter in Katar hatte er bisher wohl nur Außenseiterchancen. Also muss Stage auf die größere Bühne – und Leistung bringen. „Ich kann es kaum erwarten: Bundesliga, in diesem Stadion mit über 40.000 Fans und viel Druck. Das passt für mich perfekt.“

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Die Bundesliga passe gut zu seinem Spielstil, sagt der Mittelfeldspieler, dem eine gewisse Aggressivität auf dem Platz nachgesagt wird. „Ich bin ein freundlicher Typ“, sagt Stage, „aber sobald ich die Fußballschuhe anziehe, kann ich auch mal nicht so freundlich sein.“ Nach einigen Verletzungssorgen zum Ende der vergangenen Saison ist der Neuzugang jetzt wieder fit und will angreifen – aber darf er das auch schon? Beim letzten großen Testspiel gegen den FC Groningen stand Stage nicht in der Startelf, stattdessen musste er mit der B-Elf gegen den FC Emmen ran.

Stage, wie auch dem zweiten namhaften Neuzugang Niklas Stark (kam ablösefrei von Hertha BSC), droht zunächst die Bank. „Das ist Ausdruck der Konkurrenzsituation, die wir haben“, erklärt Werder-Trainer Ole Werner und betont, dass Stage weiterhin in seinen Startelf-Überlegungen für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen Energie Cottbus (1. August, 18 Uhr) eine Rolle spiele. Dennoch: Stage ist aktuell noch weit davon entfernt, gesetzt zu sein.

In gewisse Abläufe müssen sich Neuzugänge eben erst einfinden, erklärt Werner. „Ich glaube, dass es generell für Neuzugänge die Aufgabe ist, sich da reinzudenken, sich in den Mustern eine gewisse Sicherheit zu holen“, erklärt der Coach. „Das dauert, auch wenn die Spieler, die gekommen sind, eine gute Qualität haben.“ Das liege in der „Natur der Sache“ und sei „nichts, was uns überrascht“. Jetzt muss hart gearbeitet werden: „Wir versuchen, die Klarheit in den Abläufen, in der Entscheidungsfindung zu verbessern, dass die Entscheidung schneller und häufiger richtig ist.“ Auch ein Königstransfer wie Jens Stage muss noch einiges dazulernen.

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