Analyse Das sind die Stärken und Schwächen von Werder-Neuzugang Stage

Der Däne Jens Stage dürfte für viele deutsche Fußball-Fans noch unbekannt sein. Der Neuzugang des SV Werder Bremen wurde für unsere Deichstube deshalb von Experten auf seine Stärken und Schwächen analysiert.
01.07.2022, 15:18
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Jens Stage war Stammspieler beim FC Kopenhagen und hat im vergangenen November sein Debüt für die dänische Nationalmannschaft gefeiert, trotzdem dürften in Deutschland nur wenige den Neuzugang des SV Werder Bremen kennen. Die Experten von Createfootball haben den 25-Jährigen anhand von zahlreichen Daten für unsere Deichstube unter die Lupe genommen und folgende Analyse erstellt:

Stärken: 

  • Zweikampfverhalten
  • Luftzweikampf
  • Balleroberung
  • Passspiel

Schwächen:

  • Fouls
  • Progressive Läufe

Wie ist sein Spielstil?

Stage ist ein Box-to-Box-Spieler, wobei sein Stil nicht ganz klar zu definieren ist. Aufgrund seiner Qualitäten wurde er immer wieder auch positionsfremd (zum Beispiel auf den Flügeln) eingesetzt. Eigentlich ist Stage im zentralen Mittelfeld zu Hause und glänzt dort mit einem hohen Aktionsradius. Er arbeitet vor allem defensiv viel, schaltet sich aber auch häufig in Richtung Offensivdrittel ein. Dank seiner guten Ausdauer, kann er problemlos durchspielen. Allerdings war er in den vergangenen beiden Jahren immer mal wieder einige Wochen verletzt.

Der Däne verfügt über ein starkes Positionsspiel – sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Er fängt Bälle ab oder stellt Passrouten zu. Mit Ball rückt er immer wieder in die Box auf und kommt auch selbst zum Abschluss. Die für einen Achter so typischen progressiven und vertikalen Läufe mit Ball sind bei ihm eher selten zu sehen. Durch seine Physis fehlt ihm etwas die Dynamik. 

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Im gegnerischen Ballbesitz schützt er die Defensivreihe mit hoher Zweikampfintensität und ist dabei in der Luft sehr präsent. Diese Kopfballstärke zeigt sich auch bei Standards – hinten wie vorne. In den Zweikämpfen kommt er oft eher über Quantität als über eine extrem hohe Qualität – und das sorgt für das eine oder andere unnötige Foul.

Seine Passqualität ist gut, der 25-Jährige verzeichnet kaum Ballverluste (unter neun pro 90 Minuten!). Dafür fehlt ihm etwas die Kreativität, er agiert nicht als Spielmacher und kreiert eher selten Chancen. Stage ist mehr der Allrounder und das Verbindungsglied zwischen den Ketten.

Wie passt Stage zu Werder Bremen?

Werder wollte einen Spieler mit Physis, Dynamik und Intensität für das zentrale Mittelfeld verpflichten. Stage entspricht dem nicht zu 100 Prozent. Es fehlt teils die für einen Achter typische Dynamik. Aber er erinnert von seinen Anlagen her an Thomas Delaney, der bei Werder richtig stark aufgespielt hat.
Werder bräuchte nach wie vor einen klaren Sechser/Abräumer. Die Qualitäten von Christian Groß, Ilia Gruev und Dikeni Salifou dürften für die Bundesliga nicht ausreichen. Stage verkörpert diesen Spielertypen nicht!
Im aktuellen Bremer 3-5-2 System ist es sehr wahrscheinlich, dass Stage einen der Achter im Team (Leonardo Bittencourt, Romano Schmid oder Niklas Schmidt) verdrängen wird. Das Mittelfeld wäre damit defensiver ausgerichtet als in der 2. Liga. Das könnte für eine klare Stabilität im Zentrum sehr bedeutend sein.

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Da die neuen Abwehrspieler Amos Pieper und Niklas Stark in der Luft etwas anfällig sind, kann der kopfballstarke Stage dort sehr wichtig werden.

Im Abstiegsjahr agierte Werder im Zentrum häufig mit zu wenig Intensität gegen den Ball. Das Zweikampfverhalten des Dänen behebt genau diese Schwäche. Stage erobert eine Vielzahl an Bällen. Auch wenn er nicht so gerne als tiefer Spielmacher agiert, kann er die gewonnenen Bälle schnell und vertikal zu den Offensivspielern befördern. Das ist optimal für Umschaltmomente, die ein Aufsteiger immer bekommt.
Fazit: Ein idealer Transfer für Werder! Stage schließt eine Lücke im zentralen Mittelfeld und bringt Stärken ins Team, die bislang fehlen.

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