Tor in der letzten Minute Werder-Neuzugang Burke erfüllt Füllkrugs Auftrag

Oliver Burke wurde gegen Stuttgart in der Schlussphase eingewechselt und rettete Werder mit seinem Tor in der Nachspielzeit einen Punkt. Entsprechend gut gelaunt präsentierte sich der Schotte nach dem Abpfiff.
13.08.2022, 20:14
Lesedauer: 2 Min
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Von dco

Besonders lang war sein Auftritt nicht. Gerade einmal zwölf Minuten stand Oliver Burke am Samstagnachmittag im Weserstadion auf dem Platz. Was dem Neuzugang aus Schottland angesichts von Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke aber auch ganz recht war, wie er nach Werder Bremens 2:2 (1:1) gegen den VfB Stuttgart mit einem Augenzwinkern betonte. „Es war sehr, sehr heiß heute. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es für die Jungs war, die das komplette Spiel gespielt haben. Vielleicht haben sie jetzt einen Sonnenbrand“, schmunzelte ein bestens aufgelegter Burke, der als Joker in die Partie gekommen und kurz vor Schluss zum Mann des Tages geworden war.

Eingewechselt in der 84. Minute, Torschütze in der fünften Minute der Nachspielzeit – und wiederum eine Minute später: Schlusspfiff. Viel besser lassen sich zwölf Minuten kaum nutzen. „Es ist ein tolles Gefühl. Ich hoffe, dass ich so weitermachen kann“, schwärmte Burke, für den es der erste Auftritt im Weserstadion gewesen war. Mit seinem späten Tor hatte der 25-Jährige Werder ein Spiel gerettet, das eigentlich schon nicht mehr zu retten schien – waren die Stuttgarter nach starker Bremer Anfangsphase doch längst die bessere Mannschaft auf dem Platz gewesen.

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Als Burke in der Schlussphase eingewechselt wurde, war sein Auftrag deshalb klar. Erteilt hatte ihn neben Trainer Ole Werner auch Sturmkollege Niclas Füllkrug. „Ich habe ihm gesagt, dass er tief gehen soll und dass wir ihn jetzt vorne brauchen, weil wir alle keine Energie mehr haben“, berichtete der Angreifer, der den ersten Bremer Treffer des Nachmittags erzielt hatte. Worte, die sich Burke offenbar zu Herzen genommen hat. Nach einem von Füllkrug verlängerten Ball war es Mitchell Weiser, der Burke bediente, woraufhin der Joker die Kugel durch die Beine des Stuttgarter Torhüters Florian Müller spitzelte – und jubelnd abdrehte.

„Für mich entwickelt es sich gut hier. Ich fühle sich sehr wohl in Bremen“, strahlte Burke, dessen Familie das Spiel vor Ort im Stadion verfolgt hatte, also mit eigenen Augen hatte ansehen können, wie der Stürmer gegen einen eher unschönen Ruf anarbeitete – nämlich den, dass er keine Tore schießt. Genau das war Burkes Problem bei vielen vorherigen Stationen gewesen. Bei Werder soll es anders werden. Von irgendwelchen Altlasten wollte Chefcoach Werner dann auch gar nichts wissen: „Ich habe es bei ihm überhaupt nicht wahrgenommen, dass er in irgendeiner Form etwas mit sich herumschleppt von den letzten Stationen. Er ist gut bei uns angekommen und hat sich gut eingebracht.“ Und direkt in seinem ersten Heimspiel für Werder getroffen. Werner fasste das so zusammen: „Er war in der entscheidenden Situation da. Das war so, wie wir uns das vorgestellt haben.“ 

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