Werder-Einzelkritik Starker Friedl und mutiger Agu

In der siegreichen Partie gegen Regensburg konnten vor allem drei Werder-Profis überzeugen. Für Romano Schmid war es hingegen ein gebrauchter Abend. Die Bremer in der Einzelkritik.
10.12.2021, 20:45
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Von Daniel Cottäus

Jiri Pavlenka: Es war zunächst ein undankbarer Abend für den Torhüter. Hatte im Kühlschrank Jahnstadion lange kaum einmal Gelegenheit, sich auszuzeichnen und war beim frühen 0:1 ohne jede Abwehrchance. Später mit starken Paraden gegen Besuschkow und Gimber. Note 2,5

Milos Veljkovic: Nach seinem Traumtor gegen Aue dieses Mal längst nicht so auffällig. Leistete sich zu Beginn einige Unkonzentriertheiten, verbesserte sich aber zu einer insgesamt ordentlichen Leistung in der Dreierkette. Note 3

Ömer Toprak: Der Kapitän erwischte keinen guten Start ins Spiel. Wirkte vor dem Regensburger 1:0 gegen Torschütze Breitkreuz zu passiv. Steigerte sich danach zwar, agierte im Zentrum der Abwehrreihe aber nicht so zuverlässig wie sonst. Vergab vorne eine gute Kopfballchance. Note 3,5

Marco Friedl: Leistete sich auf der linken Seite keine größeren Fehler und war immer mal wieder darum bemüht, den Spielaufbau durch Vorstöße anzukurbeln. Verhinderte zu Beginn der zweiten Hälfte im letzten Moment eine Großchance für Regensburg – und traf vorne selbst zum 2:1. Note 2

Christian Groß: Gewann im defensiven Mittelfeld viele wichtige Bälle und bewahrte seine Mannschaft damit so manches Mal vor Schwierigkeiten. Vermied in seinen Aktionen das Risiko und sorgte mit klaren Pässen für Ordnung im Bremer Spiel. Note 2,5

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Felix Agu (bis 90.+4): Auf der rechten Außenbahn mit reichlich Offensivdrang ausgestattet, doch zunächst auch mit einem alten Problem: Seine Hereingaben kamen zu ungenau. Das sollte sich jedoch ändern! Legte Bittencourt das 1:0 auf und war Mit-Initiator des 2:1 durch Friedl. Insgesamt mutig in seinen Aktionen und ein echter Aktivposten im Bremer Spiel. Note 2

Anthony Jung: Agierte auf der linken Seite längst nicht so offensiv wie Agu auf rechts, sondern beschränkte sich weitestgehend auf die Defensivarbeit gegen den schnellen Singh. Lieferte eine unauffällige und insgesamt solide Vorstellung ab. Note 3

Leonardo Bittencourt (bis 85.): Schmiss sich von Beginn an in die Zweikämpfe, wobei er bisweilen etwas zu verbissen wirkte. Sorgte offensiv immer wieder für Spielwitz. Schön, wie er Ducksch eine Großchance per Hacke auflegte und später per überlegter Direktabnahme zum Ausgleich traf. Tauchte später etwas ab. Note 2

Romano Schmid (bis 76.): Konnte nicht an seinen guten Auftritt gegen Aue anknüpfen. Ließ sich in der Anfangsphase bei einem Abschluss viel zu viel Zeit und schaffte es insgesamt zu selten, Akzente zu setzen. Phasenweise lief das Spiel an ihm vorbei. Note 4,5

Marvin Ducksch: Hätte das 1:1 machen müssen, nachdem ihn Bittencourt im Strafraum herrlich freigespielt hatte. Verteilte die Bälle vorne zwar überlegt, fand die nötige Präzision im Abschluss an diesem Abend aber trotz bester Chancen lange nicht, um dann per frechem Lupfer doch noch erfolgreich zu sein. Note 3

Niclas Füllkrug: Nachdem er zuletzt vier Mal in Folge in der Liga getroffen hatte, ging er in Regensburg leer aus. War als Zielspieler in der vordersten Reihe durchaus präsent, hatte unter dem Strich aber zu wenig zwingende Aktionen vor dem Tor. Schön dann seine Vorlage zum 3:1 durch Ducksch. Er war damit auch im siebten Spiel in Folge an mindestens einem Tor beteiligt. Note 3

Ilia Gruev (ab 76.): Übernahm die Achterposition von Schmid, allerdings mit defensiverer Ausrichtung. Sollte in einem engen Spiel für zusätzliche Stabilität sorgen. Note -

Manuel Mbom (ab 85.): Half dabei mit, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Note -

Fabio Chiarodia (ab 90.+4): Profi-Debüt für den 16-Jährigen, er ist damit der jüngste Bundesligaspieler in der Werder-Geschichte. Note -

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