Stimmen zum Werder-Spiel "Wir sind für eine kämpferische Leistung belohnt worden"

Werder Bremen hat gegen den VfB Stuttgart am zweiten Spieltag einen glücklichen Punktgewinn gefeiert. Trainer Ole Werner bewertet das Unentschieden trotzdem als "nicht ganz unverdient". Die Stimmen zum Spiel.
13.08.2022, 19:28
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Timo Strömer mit Material von Sky

Niclas Füllkrug (Stürmer des SV Werder Bremen): „Wir sind völlig verdient mit 1:0 in Führung gegangen und waren in der ersten Halbzeit die deutlich gefährliche Mannschaft. Aber wir haben eine intensive Spielweise, irgendwann hat man dann auch die Temperaturen gemerkt – auch ich. Ich war diese Woche nicht bei einhundert Prozent, habe nicht voll trainiert. Und ich muss sagen: Das war Wahnsinn, ich bin völlig im Arsch. Ich glaube, man hat im gesamten Spiel gesehen, dass es durch das Wetter zwischendurch immer mal wieder ein bisschen träge wurde. Das Spiel heute war unfassbar intensiv. Man hat das schon richtig gemerkt.“

Ole Werner (Werder-Trainer): „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und folgerichtig dann auch in Führung gegangen. Wir haben es danach leider nicht mehr geschafft, im eigenen Ballbesitz so klar zu sein, dass der Ball auch bei uns bleibt und wir die Möglichkeit haben, uns bei diesen Temperaturen auch mal zu erholen. Das hat dazu geführt, dass wir im Anlaufen und Verteidigen nicht mehr diese Aggressivität hatten und für das, was wir uns vorgenommen hatten, zu tief und zu passiv standen. Wir haben das in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Was uns dort gefehlt hat, war, dass wenn wir vor der gegnerischen Kette waren, wir auch zu klaren Torchancen kommen. Am Ende des Tages sind wir für eine kämpferische Leistung doch noch belohnt worden. Gerade über 90 Minuten ist das auch nicht ganz unverdient.“

Lesen Sie auch

Oliver Burke (Torschütze für Werder Bremen zum 2:2-Endstand): „Es war ein wichtiges Tor. Tore sind wichtig für meine Position und natürlich ist es auch wichtig, dem Team zu helfen. Ich hoffe, dass wir so weitermachen können, unsere gute Form und den Geist halten können. Punkte in dieser Liga aufs Board zu bringen, ist enorm wichtig. Es ist eine sehr harte Liga, wir müssen weiter nach vorne spielen und uns gegenseitig antreiben. Ich habe es genossen, auch wenn es sehr heiß heute war. Die Jungs, die heute durchgespielt haben, haben sich vielleicht einen Sonnenbrand geholt (lacht). Es war ein sehr warmes Wetter, was das Spiel ein wenig schwieriger gemacht hat. Die Fans waren aber hervorragend, sie haben uns das ganze Spiel über angefeuert. Solche Fans zu haben, ist wie einen Extra-Mann auf dem Platz zu haben. Ein großes Kompliment an sie.“

Niklas Stark (Werder-Verteidiger): „Wenn man so spät den Ausgleich noch macht, nimmt man den Punkt mit. Vom Gefühl her war sogar mehr drin, aber das werden wir analysieren und schauen, wie wir das beim nächsten Mal am besten machen. Stuttgart hat in der zweiten Halbzeit tief gestanden und auf Konter gespielt. Da müssen wir noch ein paar Lösungen mehr finden, wie wir gegen einen tief stehenden Gegner agieren. Aber insgesamt haben alle das gut gemacht, immer daran geglaubt und so machst du dann auch mal ein Tor in der Schlussminute. Solch ein Tor ist auch ein Willenstor. Es gibt immer Phasen im Spiel, in denen du besser im Spiel bist oder der Gegner mal kommt. Das müssen wir besser händeln, wenn wir mal gerade nicht die passenden Lösungen parat haben. Das werden wir aber aufarbeiten. Wir wissen auf jeden Fall, dass wir mithalten können. Das haben wir vor allem letzte Woche gezeigt. Das waren bisher von der der Dynamik her keine einfachen Gegner und da geht es jetzt darum dranzubleiben. Die Spiele werden nicht einfach werden, aber wissen, das wenn wir dranbleiben, wir auch gute Chancen haben. Da muss man mit Selbstvertrauen in jedes Spiel gehen.“

Lesen Sie auch

Pellegrino Matarazzo (Trainer des VfB Stuttgart): „Es tut weh, wenn man in letzter Sekunde den Ausgleichstreffer kassiert. Nach einer schläfrigen Anfangsphase in den ersten 20, 25 Minuten haben wir das Spiel gedreht und sogar Chancen auf ein 3:1 und 4:1 gehabt. Ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen. Jetzt müssen wir schauen, wie wir eine Führung noch besser ins Ziel bringen, wie man cleverer agiert in der Schlussphase.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+