Kevin Möhwald Mit Wut im Bauch zum Mann des Tages

Kevin Möhwald hat mit seinem Tor die Bremer vor einer Niederlage bewahrt - und da war offenbar ordentlich Wut auf seinen Trainer im Spiel.
31.01.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Cottäus

Kevin Möhwald ist ein höflicher Mensch, der weiß, was sich in der Öffentlichkeit gehört. Deswegen ließ er die Steilvorlage am frühen Samstagabend auch ungenutzt. Vor dem Sky-Mikrofon war der 27-Jährige darauf angesprochen worden, dass es mit ihm in der Startelf für Werder Bremen demnächst doch deutlich besser laufen könnte – seine Antwort: „Das entscheidet der Trainer.“ Eine Aussage, die in Sachen politischer Korrektheit nicht mehr zu überbieten war. Seine Bewerbung für die Startformation hatte Möhwald aber ohnehin längst nonverbal abgegeben. Während des 1:1 gegen Schalke 04 war der Mittelfeldspieler nach seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte zum Bremer Mann des Tages avanciert. Letztlich war es sein Tor in der 77. Minute, das den Hausherren einen Punkt rettete – und ihm selbst Bestätigung verschaffte. Zwei Tage vor dem Spiel war Möhwald nämlich mächtig sauer auf seinen Trainer gewesen.

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„Kevin hat am Donnerstag im Training gemerkt, dass er am Samstag nicht von Beginn an spielt“, berichtete Florian Kohfeldt nach dem 1:1 gegen Schalke und fügte grinsend hinzu: „Der war richtig beleidigt, hat die Bälle in die Wicken geschossen.“ Ganz offenbar nicht die schlechteste Stimmungslage, um am Spieltag dann wütend Leistung zu zeigen. „Im Spiel hat er es super umgemünzt“, lobte Kohfeldt und stellte Möhwald einen Startelf-Einsatz am Dienstag im Pokalspiel gegen Greuther Fürth in Aussicht: „Das ist sehr wahrscheinlich.“

Nach seiner langen Verletzungspause – Möhwald hatte nahezu die komplette Vorsaison nach einer Knie-OP verpasst – ist Werder noch immer vorsichtig, setzt beim Ex-Nürnberger noch immer auf eine behutsam gesteuerte Belastung.

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„Er ist sehr gut zurückgekommen nach seiner Verletzung, konnte aber die englischen Wochen noch nicht durchspielen“, erklärte Kohfeldt, dem klar ist, dass Möhwald mehr möchte. Am liebsten sofort. Nach dem Schalke-Spiel hielt der Profi fest: „Ich versuche immer alles zu geben, wenn ich auf dem Platz stehe. Heute hat es glücklicherweise funktioniert, auch wenn ich lieber gewonnen hätte.“ Dass er Werder mit seinem dritten Saisontor vor einer Niederlage bewahrt hat, dürfte aber auch einen Teil dazu beitragen, dass der große Ärger vom Donnerstag endgültig verpufft.

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