Zweite Liga Werder-Quartett aus Isolation entlassen - Füllkrug wartet

Werder Bremen kann im ersten Punktspiel des neuen Jahres gegen Fortuna Düsseldorf eventuell mit Marco Friedl, Milos Veljkovic und Manuel Mbom planen. Das Trio wurde aus der Isolation entlassen.
11.01.2022, 12:08
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Gute Nachrichten für den SV Werder Bremen: Wie der Verein am Dienstagvormittag bekannt gab, wurden die Profis Marco Friedl, Milos Veljkovic und Manuel Mbom sowie Reha-Trainer Marcel Abanoz vorzeitig aus ihrer 14-tägigen Quarantäne entlassen. Am Morgen des 2. Januar war das Quartett positiv auf das Corona-Virus getestet worden, hätte demnach also eigentlich noch bis einschließlich 16. Januar in der Isolation bleiben müssen. Dass es jetzt anders kam, liegt an einer Ausnahmeregelung, von der das Bremer Gesundheitsamt erstmalig Gebrauch gemacht hat.

Die Behörde bezog sich bei ihrer Entscheidung auf eine Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI), das schon seit Längerem für eine Quarantäne-Verkürzung wirbt, wenn die entsprechenden Personen sowohl symptomfrei sind als auch negativ getestet wurden. Das ist bei Friedl, Veljkovic, Mbom und Abanoz der Fall. Mitchell Weisers Quarantäne ist zudem regulär abgelaufen. Auch er ist wieder dabei, während Niclas Füllkrug, der ebenfalls am 2. Januar positiv getestet worden war, laut Werder „vorerst weiterhin in der Isolation verbleibt“. „Seine Werte waren noch zu hoch“, erklärte Trainer Ole Werner, der einen Einsatz Füllkrugs im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf (Samstag, 13.30 Uhr) aber noch nicht ausschließen wollte: „Die Hoffnung ist noch da, dass es reichen könnte.“ Friedl, Veljkovic und Mbom seien hingegen schon jetzt Optionen für das Spiel.

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Bei der Entscheidung des Gesundheitsamts zur Quarantäne-Verkürzung spielte auch der Umstand eine große Rolle, dass die drei Profis und der Reha-Coach im Verein täglich PCR-getestet werden. „Es ist eine Ausnahmeregel auf sehr hohem Niveau“, sagte Behördensprecher Lukas Fuhrmann auf Nachfrage unserer Deichstube – und betonte: „Die Personen, um die es hier geht, werden bei Werder weiterhin sehr engmaschig kontrolliert. Das Hygienekonzept des Vereins ist gut und sicher. Wir stehen mit dem Teamarzt zudem in einem sehr engen Austausch.“

All das hat das Gesundheitsamt letztlich dazu bewogen, einer Quarantäne-Verkürzung zuzustimmen und sich erstmals auf die RKI-Empfehlung zu beziehen. Nur so war es für die Bremer Profis möglich, vorzeitig aus der Isolation zu kommen. Die von Bund und Ländern am vergangenen Freitag beschlossene Verkürzung der Quarantäne ist in Bremen nämlich noch gar nicht in Kraft.

Aktuell wird vom Bundesgesundheitsministerium an einer Muster-Quarantäne-Verordnung gearbeitet, die danach noch verabschiedet werden muss. Erst dann können die Bundesländer ihre bestehenden Corona-Verordnungen entsprechend anpassen. Bis dahin gilt in Bremen: Eine Quarantäne ist 14 Tage lang.  

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++ Dieser Artikel wurde am 11. Januar um 15.01 Uhr aktualisiert. ++

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