Pläne für Lockerungen und Öffnungen Senat berät über Präsenzpflicht an Bremer Schulen

Derzeit ist es den Eltern überlassen, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Das könnte sich ab März ändern. Pläne dazu sollen an diesem Dienstag Thema im Senat sein.
15.02.2021, 21:17
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Senat berät über Präsenzpflicht an Bremer Schulen
Von Sara Sundermann

Für Bremer Schulen und Kitas soll es wahrscheinlich ab 1. März Änderungen geben. Der Senat will dazu voraussichtlich an diesem Dienstag einen Beschluss fassen. Nach Plänen des Bildungsressorts soll die Präsenzpflicht an Bremens Schulen ab März wieder gelten, sagt GEW-Landessprecherin Barbara Schüll.

An Grundschulen sei dann nicht mehr der Unterricht in Halbgruppen geplant wie derzeit, sondern nahezu normaler Betrieb in ganzen Klassen. An weiterführenden Schulen solle der Wechselunterricht in Halbgruppen weiterlaufen, aber dann wieder mit Präsenzpflicht. Derzeit ist es Bremer Eltern freigestellt, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken. Aus Kreisen der Beschäftigtenvertretungen ist zu hören, dass es für Schüler der Klasse 5 und 6 auch ab März weiter eine Notbetreuung geben soll.

Lesen Sie auch

Die Kitas sollen Schüll zufolge wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen, in dem sie auch waren, bevor sie zuletzt in die Notbetreuung wechselten. Für sie solle weiter das Ampel-Modell gelten. Mit diesem Modell der Bildungsbehörde wird für jede einzelne Kita anhand fester Kriterien betrachtet, wie stark sie von Corona betroffen ist. Daraus folgt dann, in welchem Modus die Kita betrieben werden soll.

„Die Schulöffnung soll vorangetrieben werden, und das ist ja auch grundsätzlich richtig“, so Barbara Schüll. Die GEW plädiert allerdings dafür, auch an Grundschulen fürs Erste weiter in Halbgruppen zu unterrichten. So könne man zunächst schauen, wie sich das Infektionsgeschehen bei einer leichten Öffnung entwickele, damit man nicht in den nächsten Lockdown rutsche. „Das Hin- und Her macht alle an Schulen Beschäftigten fertig“, so Schüll.

Lesen Sie auch

Für wenige Moduswechsel sprachen sich zuletzt auch der Personalrat Schulen und der Grundschulverband aus. Befürwortet wurde von Beschäftigtenvertretungen aber eine baldige Rückkehr zur Präsenzpflicht.

Die Bildungssenatorin hat am Montag verschiedene Bildungsakteure und Beschäftigtenvertretungen von Kitas und Schulen zu einer Video-Konferenz eingeladen und über die Pläne und momentane Situation informiert. Dabei sprachen auch zwei Bremer Kindermediziner über ihre Einschätzung der aktuellen Lage an den Schulen.

Die Bremer Schulleitungs-Vereinigung hatte sich zuvor an den Bürgermeister gewandt. Thorsten Maaß, Vorsitzender der Vereinigung, betont: "Wir begrüßen grundsätzlich Ihren Kurs, möglichst viel Präsenz in Kitas und Schulen zu ermöglichen.“ Angesichts der Corona-Mutanten und der durch Reihentests bekannt gewordenen Fälle sei es aber wichtig, Impf-Prioritäten und Teststrategie zu verändern. Alle Schulbeschäftigten müssten die Möglichkeit erhalten, zwei- bis 3-mal pro Woche einen Selbsttest zu machen oder getestet zu werden. Zudem müssten Lehrkräfte früher geimpft werden als bisher geplant.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+