Industriehafen bis GVZ Bremer SPD erntet viel Beifall für neue Fährverbindung

Die Bremer SPD will eine neue Fährverbindung vom Industriehafen in Richtung GVZ prüfen lassen – und erntet dafür viel Lob. Die anderen Parteien machen aber auch auf weitere Verkehrsprobleme aufmerksam.
06.12.2018, 20:06
Lesedauer: 1 Min
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Bremer SPD erntet viel Beifall für neue Fährverbindung
Von Pascal Faltermann

Der Vorstoß der Bremer SPD, eine zusätzliche Fährverbindung über die Weser in Höhe Industriehafen zum Neustädter Hafen und dem Güterverkehrszentrum prüfen zu lassen, stößt bei den anderen Parteien auf überwiegend positives Echo. Wie berichtet, soll die mögliche neue Weserquerung per Schiff die Stadt vom Verkehr entlasten. Eine entsprechende Anfrage der Sozialdemokraten an den Senat ist gestellt.

„Das ist eine Lösung, die kurzfristig Entlastung für die Überseestadt bringen kann“, sagt Magnus Buhlert, stellvertretender FDP-Fraktionschef. „Wir müssen nur aufpassen, dass die Leute nicht vom Stau in der Überseestadt in den Stau in Woltmershausen geraten.“ Auch dort müsse für eine vernünftige Anbindung gesorgt werden. Die Fähre könne nur eine kurzfristige Zwischenlösung sein. „Langfristig brauchen wir eine Brücke.“

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Auch von den Linken gab es Lob: „Wir brauchen Sofortmaßnahmen, um die Stephaniebrücke zu entlasten„, sagt Klaus-Rainer Rupp, verkehrs- und hafenpolitischer Sprecher. Deshalb unterstütze seine Fraktion die Idee, die Verbindung zu prüfen. “Die Fährverbindung in Bremen-Nord zeigt, dass so etwas funktionieren kann.“

Ralph Saxe, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, verwies noch einmal auf die von seiner Partei für Bremen geforderte Verkehrswende, die den Anteil des motorisierten Verkehrs gerade auch in der Überseestadt reduzieren soll. „Ideen, die die Überseestadt entlasten, sind immer gut“, sagt Saxe. Allerdings mit Verweis auf die von den Grünen geforderten Fuß- und Radbrücken sowie den vorgeschlagenen Schwimmsteg, die ebenfalls vertieft geprüft werden müssten.

Heiko Strohmann, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, verweist darauf, dass die Pläne zu mehr Fährverbindungen nicht neu sind: Zuletzt seien sie auch im Verkehrskonzept für die Überseestadt vorgestellt worden. „Als Zusatzangebot sind Fährverbindungen immer eine wichtige Alternative.“ Priorität sollte indes die zügige Fertigstellung des Wesertunnels und die Sanierung maroder Brücken haben. Zudem müsse der ÖPNV sowohl bei Brücken als auch bei neuen Fähren mitgedacht werden. „Das vergisst die SPD.“

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