Quiz Testen Sie ihr Wissen rund um die Bremer Impfkampagne

Zum Ende der Impfzentren im Land stellen sich viele Fragen: Wie viele Impfdosen wurden verteilt, wie viel Material verbraucht und wie viel hat die Impfkampagne eigentlich gekostet?
19.10.2021, 05:00
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Testen Sie ihr Wissen rund um die Bremer Impfkampagne
Von Sabine Doll

Am 28. Dezember hat das Impfzentrum auf der Bürgerweide den Betrieb aufgenommen – einen Tag, nachdem die ersten Bremerinnen und Bremer in Pflegeheimen geimpft wurden. Am kommenden Freitag wird zum letzten Mal in der Messehalle 7 geimpft, damit schließt nun auch das letzte große Impfzentrum in Bremen.

Der Medienauftrieb am Premierentag im Dezember 2020 ist groß, Gesundheitssenatorin und Bürgermeister führen durch die Halle 7. Tausende Menschen bekommen hier in den folgenden Monaten ihre Spritzen gegen Corona. Im Februar eröffnet ein weiteres Impfzentrum in Bremen-Nord in der Strandlust, im März kommen auf der Bürgerweide die Hallen 4 und 5 dazu. In Bremerhaven wird in der Stadthalle geimpft.

Zu Beginn ist der Impfstoff knapp: 4875 Impfdosen von Biontech/Pfizer bekommt das Land Bremen als erste Lieferung. Comirnaty ist der erste Impfstoff, der in der EU zugelassen wird. Später folgen die Mittel von Moderna, Astra-Zeneca und Johnson & Johnson. Der Impfstoff wird lange der Flaschenhals bleiben. Weil die Umfänge zunächst klein bleiben – und weil immer wieder Lieferungen ausfallen. „Das war die größte Schwierigkeit, mit der wir zu kämpfen hatten“, sagt die ärztliche Leiterin des Impfzentrums, Jutta Dernedde. „Teilweise haben wir am Liefertag erst erfahren, dass doch nichts kommt oder die Menge reduziert wird. Das war wie eine Wundertüte.“ Mitte März werden zeitweise zudem die Impfungen mit dem Mittel von Astra-Zeneca ausgesetzt, später nur noch für ab 60-Jährige empfohlen.

Die Bremer Impfzentren sind früh auf Maximal-Kapazitäten vorbereitet. Die Gesundheitsbehörde kooperiert mit Hilfsorganisationen: Halle 7 wird von den Johannitern betrieben, die Hallen 4 und 5 vom Deutschen Roten Kreuz, der Standort in Bremen-Nord vom Arbeiter-Samariter-Bund. Hilfsorganisationen unterstützen dabei, etwa Ärztinnen und Ärzte zu engagieren. Unternehmen aus der Privatwirtschaft schließen sich zu der Initiative „Bremen impft“ zusammen – sie stellen Personal, die Terminsoftware und betreiben das Callcenter.

In Bremen läuft die Impfkampagne besonders gut: Das kleinste Bundesland ist seit Langem Spitzenreiter bei der Impfquote – und das mit deutlichem Abstand. „Ein Geheimnis des Erfolgs ist, dass wir die Impfkampagne sehr früh breit aufgestellt haben. Im Mai gab es die ersten Impfaktionen in Stadtteilen, dann kamen die Impftrucks. Damit waren wir eines der ersten Bundesländer“, sagt Lukas Fuhrmann, Sprecher der Gesundheitsbehörde. Auch bei der Terminvergabe geht Bremen einen anderen Weg: „Angelehnt an die Priorisierungslisten wurden Impfeinladungen verschickt. Die Empfänger bekamen einen individuellen Code, mit dem sie ihren Impftermin telefonisch im Callcenter ausmachen konnten“, sagt die Leiterin des Impfzentrums, Leonie Schlee. Das habe Frust und Chaos verhindert. Anfang Mai steigen zudem die Arztpraxen in die Kampagne ein, Anfang Juli folgen die Betriebsärzte. „Ab August war die Situation so, dass es mehr Impfstoff als Nachfrage gab“, sagt Schlee.

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Die Impfzentren in Bremen-Nord und in Bremerhaven sind seit Anfang Juli beziehungsweise Anfang September geschlossen. Als Ersatz für die großen Impfzentren werden in der Stadt Bremen sogenannte dezentrale Impfstellen als kleinere Varianten ihren Betrieb aufnehmen: eine in Oslebshausen, eine weitere in Vegesack. Mitte November soll eine dritte Impfstelle am Weserpark hinzukommen. Die Kapazitäten dieser Impfstellen sind zunächst auf 470 beziehungsweise 320 Impfungen am Tag ausgelegt. Sie können laut der Behörde bei Bedarf erweitert werden. Darüber hinaus gibt es weiterhin Impfaktionen und Einsätze des Impfmobils.

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