Kritik an Vorstoß des Umweltsenators Kontroverse um grüne Dächer

Mehr begrünte Dächer auf Bremer Gebäuden: Mit seiner Forderung hat Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) eine lebhafte Debatte ausgelöst. Besonders ablehnend zeigt sich die FDP.
05.01.2018, 18:55
Lesedauer: 1 Min
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Kontroverse um grüne Dächer
Von Jürgen Theiner

Die Pläne von Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne), den Ausbau von Dachbegrünungen zu forcieren, hat bei der Opposition Kritik hervorgerufen. Die CDU findet nach den Worten ihrer baupolitischen Sprecherin Silvia Neumeyer grüne Dächer zwar "absolut fördernswürdig". Verpflichtende Regelungen sehe man jedoch kritisch. "Umweltschutz gelingt durch Anreize", so Neumeyer. Im Übrigen müsse Lohse bei städtischen Gebäuden mit gutem Beispiel vorangehen, wenn ihm so viel an grünen Dächern liege. Für die FDP erklärte ihr Baupolitiker Rainer W. Buchholz: "Die Pflicht zu begrünten Dachflächen ist typisch grün und oberlehrerhaft. Mit erhobenem Zeigefinger wolle der Senator den Leuten vorschreiben, wie ihre Dächer auszusehen haben. Lohse übe sich erneut "in der Bevormundung von Menschen", kritisierte Buchholz.

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Mit solchen Einlassungen erweise sich die FDP als „klimapolitischer Totalausfall“, konterte die Grünen-Fraktionsvorsitzende in der Bürgerschaft, Maike Schaefer. Gründächer seien unter anderem ein guter Puffer für die Kanalisation bei Starkregen und deshalb ein Beitrag, Bremen für den Klimawandel fit zu machen. „Zum Glück sind viele Investoren und Bauherren in Bremen längst weiter als die FDP“, so Schaefer.

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