Maßnahmen gegen Schadstoffbelastung

Sanierung an der Ochtum beginnt

Die Bremer Umweltbehörde will die Ursache für die Schadstoffbelastung im Bereich der Grollander Ochtum zügig beseitigen. Ein abgestimmtes Konzept steht vor der Umsetzung.
23.08.2019, 06:10
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Sanierung an der Ochtum beginnt
Von Jürgen Theiner
Sanierung an der Ochtum beginnt

Die Toleranzwerte von der Chemikalie PFOS sind an der Ochtum überschritten worden.

INGO MOELLERS

Die Umweltbehörde wird wahrscheinlich noch in diesem Monat die geplante Boden- und Grundwassersanierung auf Teilen des Flughafengeländes einleiten. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Bürgerschaftsfraktion hervor. Hintergrund ist die Belastung von Erdreich und Grundwasser mit Perfluoroctansulfonsäure (PFOS). Diese Substanz kam früher in Löschschäumen der Flughafenfeuerwehr vor. Rückstände waren in die Ochtum und von ihr gespeiste Grabensysteme gelangt, weshalb die Umweltbehörde zwischenzeitlich eine Warnung vor dem Verzehr von Fisch aus der Grollander Ochtum ausgesprochen hatte.

Lesen Sie auch

Nun soll es zügig an die Beseitigung der Ursachen gehen. Die Schadensquellen am Flughafen seien eingegrenzt, die vorgeschlagenen Sanierungsvarianten gutachterlich geprüft. Konkret geht es darum, belastetes Erdreich auszubaggern und das Grundwasser im kontaminierten Bereich zu reinigen, indem es an die Oberfläche gefördert und durch eine mehrstufige Filteranlage geleitet wird. Zusätzlich habe der Deichverband am linken Weserufer Maßnahmen getroffen, die verhindern sollen, dass mit Schadstoffen belastetes Wasser in die Seitengräben der Grollander Ochtum gelangt, heißt es in dem Senatspapier. Der Flughafen arbeite darüber hinaus an einem Konzept zur Behandlung von belastetem Drainagewasser.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+