Debatte in Vegesack

Beirat stimmt Hochhaus-Plänen zu

Der Beirat Vegesack hat sich mit einer Gegenstimme für die Hochhaus-Pläne am Vegesacker Hafen ausgesprochen. Das umfasst auch die Drehung und die vereinbarte Höhe des Gebäudes mit neun Etagen.
21.01.2020, 19:38
Lesedauer: 2 Min
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Beirat stimmt Hochhaus-Plänen zu
Von Aljoscha-Marcello Dohme

Der Beirat Vegesack hat sich am Montagabend mit einer Gegenstimme der FDP mehrheitlich für die Pläne zum Hochhaus am Vegesacker Hafen ausgesprochen. Damit stimmte das Gremium auch für die Drehung und die vereinbarte Höhe des Gebäudes mit neun Etagen. Vorangegangen war eine gut eineinhalbstündige Diskussion, bei der Stadtplanerin Linda Velte und Projektentwickler Max Zeitz über die aktuellen Pläne berichteten und Fragen von Beiratsmitgliedern sowie Bürgern beantworteten.

Thematisiert wurde unter anderem die Höhe des Gebäudes. Ursprünglich sollte das Haus aus elf Geschossen bestehen. Diesem Plan hatte der Vegesacker Beirat damals auch zugestimmt. Doch der Bevölkerung sowie der Denkmalpflege war eine Immobilie mit elf Stockwerken an dieser Stelle zu hoch. Zeitz reduzierte die Zahl deshalb auf neun Ebenen. Ottmar Struwe vom Landesamt für Denkmalpflege wohnte der Sitzung als Zuschauer bei und wies den Beirat darauf hin, dass sich durch die Reduzierung der Geschosse die Höhe des Gebäudes nicht geändert habe. Grund hierfür sei, dass zunächst Normal-Null als Bezugspunkt festgelegt worden sei. Nun liege der Bezugspunkt knapp sieben Meter höher. Dadurch könne das Gebäude elf Meter höher gebaut werden, als ursprünglich festgelegt wurde.

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Dass sich der Bezugspunkt im Planungsverfahren geändert hat, bestätigte Linda Velte während der Sitzung. Nach ihren Worten könne das Haus nun bis zu 32,50 Meter hoch werden. Als Grund für den veränderten Bezugspunkt nannte sie Verwirrungen, die durch unterschiedliche Höhenniveaus nach der Änderung des Bebauungsplans ausgelöst worden seien.

Velte informierte außerdem darüber, dass sich die Anzahl der Etagen nicht nur beim Hochhaus reduziere, sondern auch bei der geplanten Polizeistation. Anstatt sechs Geschossen werde der Bau nur noch fünf Stockwerke haben. Der Gesamtbedarf der Polizei ändert sich dadurch allerdings nicht, betonte Max Zeitz. „Durch die Reduzierung der Geschosse verlieren wir Mietfläche“, sagte er.

Laut Zeitz beginnt der Abriss des alten Haven Höövts im März und dauert etwa fünf Monate. In den ersten zwölf Wochen wird davon allerdings kaum etwas zu sehen sein, da die Arbeiten im Inneren beginnen. Das Polizeigebäude sei dann eines der ersten, das gebaut wird. Aber auch die anderen Häuser sollen zügig entstehen, da etwa mit dem Betreiber des Hotels, das dort entstehen soll, Vertragliches bereits geklärt sei.

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