400 Jahre Hafen Vegesack Vegesack gestern und heute

Pünktlich zum Festwochenende anlässlich des Vegesacker Hafengeburtstages tut sich auch etwas an den Bauzäunen am ehemaligen Haven Höövt sowie in den leerstehenden Immobilien im Stadtteil.
07.05.2022, 08:00
Lesedauer: 2 Min
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Vegesack gestern und heute
Von Aljoscha-Marcello Dohme

Gleich mehrere Ladenlokale in der Vegesacker Fußgängerzone stehen zurzeit leer. Damit die Immobilien trotzdem ansprechend aussehen, werden sie zum Hafengeburtstag hergerichtet. Die gestalteten Fenster bleiben allerdings nur vorübergehend. Im Anschluss an das Festwochenende startet die zweite Runde des Leerstandswettbewerbs "Losvegen", über den die Ladenlokale kurzfristig wieder vermietet werden sollen. 

"Wir werden die Fenster bekleben und gestalten", sagt Marc Fucke. Der Geschäftsführer der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft Visionskultur setzt das Projekt gemeinsam mit seinem Team um. Der Auftrag dazu stammt vom Vegesack Marketing. "Wir führen die Besucher an den Fenstern vorbei", erzählt er. "Dabei steht eine kleine Geschichte im Vordergrund, die das Reisemotiv aufgreift." Begleitet wird diese Aktion von einem Quiz, das in einer leer stehenden Immobilie am Sedanplatz beginnt. "Von dort aus geht es die Gerhard-Rohlfs-Straße hinunter bis zur Reeder-Bischoff-Straße", sagt Fucke. "Auf dem Weg organisieren wir kleinere Aktionen zum Hafengeburtstag, zum Beispiel einen Origami-Workshop." Mit den Bastelarbeiten, die dabei entstehen, soll eine Kastanie temporär geschmückt werden. Außerdem sind Musik und ein Pop-up Café geplant. 

Sind alle Quizfragen gelöst, ergibt sich ein Buchstabensalat, aus dem ein Lösungswort geformt werden muss. Das können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einem Flyer vermerken, der am Festwochenende an einem Infostand am Sedanplatz sowie danach auch in einigen Geschäften im Stadtteil zu finden ist. Stimmt das Lösungswort, gibt es als Gewinn beispielsweise einen Rabattgutschein für den Vegesacker Einzelhandel.

Jedes Fenster wird sich außerdem mit einem der Schwerpunkte von Visionskultur auseinandersetzen. Insgesamt gibt es sieben verschiedene Bereiche, darunter Handwerk, Bildung und Soziales sowie Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit, in denen die Unternehmergesellschaft Start-ups begleitet. In Vegesack bekommen die Unternehmen die Gelegenheit, ihre Angebote vorzustellen. Dabei werden sich aber nicht nur Start-ups aus dem Bremer Norden präsentieren. "Wir wollen eine Brücke schlagen, damit der Norden der Stadt nicht isoliert betrachtet wird", sagt der Geschäftsführer. "Das ist ein gesamtbremisches Projekt."

Visionskultur gestaltet aber nicht nur die leer stehenden Immobilien in der Fußgängerzone, sondern auch insgesamt 50 Bauzäune, die die Baustelle auf dem Gelände des ehemaligen Haven Höövts umzäunen. "Wir gestalten Banner und verkleiden damit einen großen Teil der Front zum Hafenbecken sowie zum Geschichtenhaus", informiert er. Die Banner werden sowohl mit historischen Fakten und Bildern als auch mit Motiven aus dem heutigen Vegesack gestaltet. 

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Beide Projekte sind ab dem 14. Mai zu sehen. Wie lange die gestalteten Flächen bleiben, steht allerdings noch nicht fest. "Das hängt zum einen vom Ablauf der Bauarbeiten am Hafen ab", sagt Marc Fucke. "Zum anderen spielt es natürlich auch eine Rolle, wann die leer stehenden Immobilien vermietet werden."

Um den Prozess zu beschleunigen, plant das Vegesack Marketing eine weitere Runde des Leerstandswettbewerbs "Losvegen", mit dem Gründer in den Stadtteil gelockt werden sollen. Der Kampagnenstart ist für den 18. Mai vorgesehen. Aus der ersten Runde im vergangenen Jahr ging das Geschäft „Annanass“ an der Reeder-Bischoff-Straße hervor, das im November 2021 eröffnete.

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