Hochwasserschutz und Stadtraum Umgestaltung des linken Weserufers

Am Donnerstag wurden die Wettbewerbsbeiträge und damit verbundenen Pläne zur Umgestaltung der Stadtstrecke am Neustädter Weserufer präsentiert. Der Gewinner wird jedoch erst im Dezember bekanntgegeben.
28.10.2016, 00:00
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Umgestaltung des linken Weserufers
Von Pascal Faltermann

Am Donnerstag wurden die Wettbewerbsbeiträge und damit verbundenen Pläne zur Umgestaltung der Stadtstrecke am Neustädter Weserufer präsentiert. Der Gewinner wird jedoch erst im Dezember bekanntgegeben.

Es ist ein Millionenprojekt, eine Baumaßnahme, die das Stadtbild verändert wird. „Die Neugestaltung der Stadtstrecke wird ein Jahrhundert-Bauwerk“, sagte Senatsbaudirektorin Iris Reuther am Donnerstag bei der Präsentation der Wettbewerbsbeiträge und der damit verbundenen Pläne zur Umgestaltung der Stadtstrecke am Neustädter Weserufer.

Im Sitzungssaal des Rathauses zeichneten die Mitglieder einer Jury die Entwürfe der Berliner Planungsbüros Topotek und Atelier Loidl gemeinsam mit einem zweiten Preis aus. Neun Preisrichter, unterstützt von Stellvertretern und Sachverständigen, hatten am Dienstag und Mittwoch getagt und insgesamt 13 Entwürfe beurteilt. Der Gewinner des Wettbewerbs soll erst im Dezember bekanntgegeben werden.

Der betroffene Abschnitt ist 1,8 Kilometer lang

Durch die vorgestellten Beiträge entsteht ein erstes Bild, wie der 1,8 Kilometer lange Abschnitt der linken Weserseite und der Kleinen Weser in der Neustadt aussehen könnte. Die betroffene Strecke verläuft zwischen der Eisenbahnbrücke und Stephanibrücke, vorbei an der Bürgermeister-Smidt- und Wilhelm-Kaisen-Brücke bis zur Piepe am Rotes Kreuz Krankenhaus.

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Die Entwürfe haben die Vorgabe, dass die Platanen am Deich gefällt werden müssen. Ein Vorschlag sieht vor, dass acht von insgesamt 131 Bäumen erhalten bleiben. „Der Baubeginn ist frühestens für 2020, eher für 2021 vorgesehen“, sagte Rainer Suckau, Geschäftsführer des Deichverbandes am linken Weserufer.

Die Kosten werden auf 33 Millionen Euro geschätzt

Das sei aber alles von den entsprechenden Planungen abhängig. Auf rund 22 Millionen Euro schätzt Suckau die Kosten für die technischen Anlagen für den Hochwasserschutz. Hinzu kommen etwa neun Millionen Euro für die Gestaltung des Freiraumes und zwei Millionen für die Planung.

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„Im Vordergrund steht der Hochwasserschutz, für den es eine sehr gute Lösung geben muss“, sagte Staatsrätin Gabriele Friderich. Jetzt gebe es zudem die Option, dass die Strecke für Anwohner, Fußgänger und Radfahrer verbessert werden könne. Auch das Wasser solle zugänglich und nutzbar gemacht werden.

„Für die Stadt ist es eine riesige Chance, den Abschnitt dort zu erneuern“, so Friderich. Sie erinnerte daran, dass in den aus Mitteln des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ geförderten Wettbewerb zahlreiche Ideen aus der Neustädter Deich-Charta und Bürgerdialogen eingegangen seien. Für die Teilnehmer gibt es insgesamt ein Preisgeld von 110.000 Euro. Einen dritten Preis gab es für den Wettbewerbsbeitrag der Berliner Sinai Gesellschaft.

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