Millionenschwere Studie

OHB gewinnt Ausschreibung

Dieses Mal geht es für den Bremer Raumfahrtkonzern OHB nicht direkt um den Bau von Satelliten. Doch für die drei Studien, die die Bremer für die Esa erstellen, soll es 17 Millionen Euro geben.
18.06.2018, 18:12
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OHB gewinnt Ausschreibung
Von Peter Hanuschke
OHB gewinnt Ausschreibung

Der Satellit Sentinel-1 liefert Radarbilder der Erdoberfläche. Die Esa hat OHB dazu nun mit drei millionenschweren Studien beauftragt.

ESA

Das Europäische Copernicus-Programm liefert durch die Sentinel-Satelliten komplexe Erdbeobachtungsdaten etwa für den Umweltschutz und zur Klimaüberwachung. Und diese Satellitenflotte, die bei Airbus Defence and Space entwickelt und gebaut wurde, soll in den nächsten Jahren erweitert werden. Davon profitiert auch der Bremer Raumfahrt- und Technolgiekonzern OHB: Das Tochterunternehmen OHB System wurde von der Europäischen Weltraumorganisation Esa als Hauptauftragnehmer für drei Studien zu den möglichen Erweiterungsmissionen von Copernicus ernannt. Diese sogenannten A/B1-Studien wurden europaweit ausgeschrieben und haben einen Wert von 17 Millionen Euro.

Bei den drei Studien handelt es sich um die Missionen CO2M (CO2 Monitoring), LSTM (Land Surface Temperature Monitoring) sowie CHIME (Copernicus Hyperspectral Imaging Mission for the Environment). Die CO2-Misson soll es ermöglichen, Regionen mit starker CO2-Emmission zu entdecken sowie allgemein die Vereinbarungen des Klimaabkommens von Paris zu überwachen. LSTM dient dazu, die Veränderung der Oberflächentemperatur der Erde zu messen, vor allem Küstenregionen sollen dabei genauer erfasst werden können. CHIME soll völlig neue Erkenntnisse im Bereich der Bodeneigenschaften und der chemischen Zusammensetzung von Mineralien, Felsen und Böden liefern.

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„Der Zuschlag für diese Studien hat für OHB große Bedeutung“, sagt Andreas Lindenthal, Vorstandsmitglied der OHB System AG. Copernicus sei neben dem Navigationssystem Galileo – gefertigt bei OHB – das zweite große Raumfahrtprogramm der Europäischen Kommission. Man arbeite zielstrebig daran auch im Bereich Erdbeobachtung ein langfristig kompetenter Partner Europas zu werden. OHB komme dabei die Erfahrung aus zehn Jahren mit komplexen, in Serie gefertigten Raumfahrtsystemen zugute.

„Wir werden bis Mitte 2019 verschiedene Konzepte entwickeln, um die Anforderungen an Kosten und Zeitplan erfüllen zu können und damit eine gute Position für den Zuschlag für die Realisierung der Satelliten zu bekommen“, so Lindenthal.

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