Wahre Verbrechen Drei Jahrzehnte im Untergrund

Eine Reihe von Raubüberfällen erhält durch genetische Spuren eine spektakuläre Wendung: Ehemalige RAF-Terroristen sollen dahinterstecken. Tausenden Hinweisen zum Trotz tappen die Ermittler im Dunkeln.
30.09.2022, 05:00
Lesedauer: 7 Min
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Drei Jahrzehnte im Untergrund
Von Sebastian Krüger

Der 6. Juni 2015 ist ein milder Frühlingstag in Groß Mackenstedt. Wolken ziehen über den Himmel bei Temperaturen um die 20 Grad. Zur Mittagszeit am Sonnabend herrscht auf dem Supermarktparkplatz das übliche Treiben. Aber was dann passiert, passt so gar nicht zu dem beschaulichen Stuhrer Ortsteil mit gut 3000 Einwohnern: Ein weißer VW-Bus rast heran, stoppt abrupt und blockiert den schwarzen Van einer Sicherheitsfirma. Die beiden Boten holen gerade, wie jeden Tag, das Geld aus der Supermarktkasse ab. Etwa eine Million Euro sind es diesmal. Zwei Maskierte im Tarnanzug stürmen aus dem Bulli und bedrohen die Geldtransporteure. Ein weiterer kommt mit einem silbergrauen Ford Focus hinzu. Mit Schnellfeuergewehren und einer Panzerfaust bewaffnet fordern sie die Geldboten auf, die Türen zu öffnen und die Tageseinnahmen herauszugeben. Als ihre Forderung nicht erfüllt wird, feuert einer der Täter mit einer Kalaschnikow drei Schüsse ab, die im gepanzerten Fahrzeug stecken bleiben. Die Maskierten fliehen ohne Beute im silbernen Kombi und hinterlassen geschockte Zeugen.

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