Vierte Etappe bei der Dauphiné-Rundfahrt

Bremer Radprofi Kämna feiert seinen ersten Profisieg

Der Bremer Radprofi Lennard Kämna hat die vierte Etappe bei der Dauphiné-Rundfahrt gewonnen. Zuvor stieg die deutsche Tour-Hoffnung Emanuel Buchmann verletzungsbedingt aus.
15.08.2020, 14:43
Lesedauer: 2 Min
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Bremer Radprofi Kämna feiert seinen ersten Profisieg

Emanuel Buchmann ist auf der vierten Etappe der Dauphiné-Rundfahrt gestürzt.

Valentin Flauraud/KEYSTONE/dpa

Nach dem verletzungsbedingten Ausstieg der deutschen Tour-Hoffnung Emanuel Buchmann hat Radprofi Lennard Kämna bei der Dauphiné-Rundfahrt den bislang größten Erfolg seiner Karriere errungen. Der 23-Jährige vom Buchmann-Team Bora-Hansgrohe gewann am Sonnabend die vierte Etappe mit dem komfortablen Vorsprung von 41 Sekunden vor dem Spanier David de la Cruz und ­Julian Alaphilippe (Frankreich/0:56 Minuten zurück).

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„Ich bin super stolz, mein erster Profi-Sieg, und dann gerade hier bei der Dauphiné. Das ist eine wirklich große Sache für mich“, freute sich Kämna, der im Juni zu Bremens Sportler des Jahres gewählt worden war, nach seinem ersten Profi-Sieg überhaupt. Wegen des Sturzes von Buchmann sei der Tag aber „bittersüß. Eigentlich sollte ich die Relaisstation für Emanuel sein. Der Plan war, dass er am vorletzten Anstieg angreifen sollte. Ich hoffe, dass es ihm schnell wieder besser geht und er für die Tour wieder fit wird.“

Der 27 Jahre alte Buchmann war nach Angaben der Organisatoren auf einer Abfahrt vom Col de Plan Bois nach 29 Kilometern gestürzt. Er hat tiefe Abschürfungen, wie sein Team via Twitter mitteilte. Zuvor hatte er auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung gelegen. Auch sein Teamkollege Gregor Mühlberger aus Österreich und der Niederländer Steven Kruijswijk mussten nach einem Sturz aufgeben.

Bora-Sportdirektor Enrico Poitschke sprach von „gemischten Gefühlen“. Es sei „großartig, was Lennard gezeigt hat, ein beeindruckender Sieg“. Aber natürlich sei es auch „bitter, dass Emu und Gregor gestürzt sind und das Rennen aufgeben mussten“. Beide mussten ins Krankenhaus. „Wir hoffen das Beste“, so Poitschke. „Im Rennen hat Lennard alles richtig gemacht. Mit seiner Attacke gewartet, zum richtigen Zeitpunkt attackiert und dann in Manier eines Großen durchgezogen. Da kann man nur den Hut ziehen. Aber unsere Gedanken sind bei Emu und Gregor.“

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Tour-de-France-Sieger Egan Bernal war bereits nicht mehr an den Start im französischen Ugine gegangen. Das Ineos-Team bestätigte den Ausstieg des 23 Jahre alten Radstars aus Kolumbien. „Er hat Rückenprobleme, deshalb ist es das Beste für ihn, es locker angehen zu lassen. Ich denke nicht, dass es ein großes Problem ist“, sagte Teamkollege Geraint Thomas. Bernal hatte am Vortag bei der Bergankunft in Saint-Martin-de-Belleville neun Sekunden auf den Gesamtführenden Primoz Roglic aus Slowenien verloren.

++ Diese Meldung wurde um 20.49 Uhr aktualisiert. ++

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