Werder-Offensive Keine Chance ohne Füllkrug

In der Bundesliga traf der SV Werder Bremen gestern in München auf den Rekordmeister. Ohne Stürmer Niclas Füllkrug setzte es eine herbe 1:6-Schlappe.
09.11.2022, 11:17
Lesedauer: 2 Min
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Von mbü

Von einem Abend, der nicht wirklich schöne Erinnerungen für den SV Werder bereithielt, hat sich Marvin Ducksch dann doch noch ein kleines Souvenir gesichert. So trottete der Bremer Angreifer nach der 1:6-Schlappe in München in Richtung Mannschaftsbus und trug ein zusammengefaltetes Shirt des FC Bayern unter dem Arm. „Wenn man gegen alte Freunde spielt, dann tauscht man auch das Trikot“, erklärte der 28-Jährige mit einem gequälten Lächeln. Jener Kumpel war Leon Goretzka, der den Gästen während der vorherigen 90 Minuten das Leben reichlich schwer gemacht und unter anderem dafür gesorgt hatte, dass Marvin Ducksch und die gesamte Bremer Offensive quasi nicht zur Entfaltung kam.

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Werder ohne Füllkrug

Natürlich fehlte den Grün-Weißen da vorne ein Niclas Füllkrug. Der Mann, der schon zehn Mal in dieser Saison für Werder getroffen hat und auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Katar (20. November bis 18. Dezember) hoffen darf. Der Stürmer setzte aufgrund von Rückenbeschwerden aus und sofort ging nicht mehr viel. All die Qualitäten, die Füllkrug auszeichnen - etwa das Verlängern oder Festmachen von hohen Bällen oder sein kompromissloser Zug zum Tor -, wurden schmerzlich vermisst. „Ich weiß aber nicht, ob man das in dem Spiel mit Fülle hätte anders machen können“, sagte Ducksch achselzuckend. Schließlich krankte der Bremer Auftritt gleich in mehreren Bereichen. „Aber klar fehlt uns da was, weil er die Abläufe kennt und wir uns blind verstehen.“

Kein dankbares Spiel für Bremer Offensive

Mit Ersatzmann Oliver Burke, das war unübersehbar, sieht das anders aus. Der Edel-Joker des Saisonstarts war zuletzt bei seinen Kurzeinsätzen nicht mehr ganz so auffällig, enttäuschte zudem im Pokal gegen Paderborn, als er zum Startelf-Vertreter für den seinerzeit suspendierten Ducksch avancierte. Chefcoach Ole Werner entschied sich dennoch auch gegen den übermächtigen Rekordmeister für den Briten und erklärte hinterher auch warum. „Weil du grundsätzlich davon ausgehen konntest, dass du tiefer stehst und mit seinem Tempo Möglichkeiten nach vorne bekommst“, sagte der Bremer Trainer und lobte sogar: „Er hat im Rahmen der Möglichkeiten alles versucht und war gut am Tor beteiligt, weil er den Ball gut auf Mitch reinlegt.“ Insgesamt galt für Burke aber in Werners Augen auch das, was für Marvin Ducksch, Leonardo Bittencourt oder später auch Eren Dinkci und Romano Schmid galt. „Für die Offensivspieler war das kein besonders dankbares Spiel.“ Dafür war Werder einfach zu klar unterlegen.

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Und trotzdem hätte nicht viel gefehlt und Marvin Ducksch wäre noch zum Torschützen geworden. Nach einem äußerst riskanten Querpass von Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano grätschte der Bremer kurz vor Ende der ersten Halbzeit dazwischen, touchierte den Ball leicht und setzte ihn doch knapp am leeren Tor vorbei. „Ich komme gerade so dran, treffe den Ball nicht richtig. Mit etwas Glück geht der rein und wir kommen mit einem 2:4 in die Pause“, meinte Ducksch. Doch daraus wurde bekanntlich nichts. Und so musste er sich am Ende doch mit einem Trikot von Leon Goretzka trösten.  

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