Stimmen zum Schalke-Spiel "Das war heute alles ein bisschen in den Hinterköpfen"

Der SV Werder Bremen hat am Samstagabend im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 einen Last-Minute-Punkt geholt. Die Stimmen zum ersten Werder-Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Markus Anfang.
21.11.2021, 10:06
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Von DS

Niclas Füllkrug (Torschütze für Werder Bremen) über den Rücktritt von Trainer Markus Anfang und das Remis gegen Schalke: „Irre ist nett ausgedrückt. Es war ein richtiger Schei*tag. Es ist für uns als Mannschaft ein Riesenrückschlag gewesen. Wir waren total in der Spur, voller Selbstvertrauen in der Länderspielpause - dann war das heute natürlich ein herber Rückschlag. Man kann es uns nicht verdenken, dass das heute alles ein bisschen in den Hinterköpfen war. Es wurde natürlich viel darüber gesprochen. Deswegen: Lob an die Truppe, an den ganzen Verein, wie wir da rausgekommen sind und einen Punkt gegen eine Top-Mannschaft geholt haben. Toll wie wir das in die Hand genommen haben - von allen Leuten, auch im Management, im Staff, die jungen Spieler. Wir haben uns wenig beirren lassen und ein tolles Spiel gemacht. Ich glaube, heute konnte man von uns kein fußballerisches Feuerwerk erwarten, aber wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und wurden dann in der Nachspielzeit belohnt.“

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Danijel Zenkovic (Interims-Trainer des SV Werder Bremen): „Es waren gemischte Gefühle. Es war ein großer Respekt da vor der Aufgabe. Aber es war auch einfach geil, viel Vorfreude. Wir waren aber im Flow, haben uns vorbereitet. Alles andere habe ich nicht wahrgenommen. Wenn man den Spielverlauf nimmt, war der Punkt glücklich für uns, über das gesamte Spiel gesehen aber verdient. Wir hatten mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe. Und es gab die eine oder andere Situation, die wir besser zu Ende spielen müssen. Leider haben wir es im letzten Drittel nicht gut gemacht, die Klarheit hat gefehlt, es waren zu wenig Schüsse aufs Tor. Dann müssen wir am Ende auch das Ergebnis akzeptieren. Ich habe letzte Nacht eine Stunden geschlafen und freue mich jetzt, nach Hause zu kommen und wenigstens drei, vier Stunden schlafen zu können. Alles andere ist egal im Moment.“

Marvin Ducksch (Stürmer des SV Werder Bremen): „Es war ein geiles Abend-Spiel, es ging hin und her. Ich bin aber noch ein bisschen frustriert, weil wir die eine oder andere Möglichkeit im Fünf-gegen-drei oder im Vier-gegen-zwei gehabt haben, die wir nicht gut ausgespielt haben. Wenn wir da einen kühlen Kopf bewahren, wäre ein Sieg heute auch verdient gewesen. Aber ich muss der Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen. Wir haben über 94 Minuten einen richtig geilen Kampf abgeliefert – wir haben die Situation, so wie sie war, angenommen. Es ist immer emotional, gerade wenn der Trainer selber geht. Das war ein spezieller Moment, gerade vor einem so wichtigen Spiel mit so einer Verkündung. Da sieht man dann einfach, was für eine Truppe wir sind, was für einen Zusammenhalt wir haben.

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Ömer Toprak (Werder-Kapitän): „Ich denke, wir hatten das Spiel besser im Griff, aber wir waren vorne ein bisschen unsauber. Nichtsdestotrotz müssen wir der Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen. Wenn du morgens aufstehst und so eine Nachricht bekommst, ist das eine Schei*-Situation. Wir waren gerade in Tritt gekommen und dann kriegst du den nächsten Nackenschlag. Ich bin lange dabei, ich habe so etwas auch noch nicht erlebt. Wir haben versucht, den Fokus aufs Spiel zu richten, wir wollten keine Ausreden suchen, dass der Trainer nicht da ist. Am Ende des Tages stehen wir auf dem Feld. Wir wollen Gas geben, wir wollen erfolgreich sein. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder du stellst dich und und sagt: Der Trainer ist weg, alles ist schei*e oder du gehst raus, zeigst Eier und versuchst dieses Spiel zu gewinnen. Die Jungs haben mit dieser Vorgeschichte ein Riesen-Spiel gemacht.“

Ömer Toprak über den Elfmeter nach einem strittigen Foulspiel an Roger Assalé: „Es ist ein Stellungsfehler vom Schalker Spieler und unser Spieler ist vorbei. Dann trifft er ihn. Er ( Assalé, d. Red.) kommt ins Straucheln. Ich finde, dass man den pfeifen muss. Er ist in seinem Bewegungsablauf gestört. Im Spiel war für mich ganz klar eine Berührung da – und der Schiedsrichter hat es sich ja auch angeschaut. Wenn er ihn nicht trifft, sind wir glücklich, dass wir den Elfmeter gekriegt haben und den Punkt mitnehmen.“

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