Turnier in Katar Diese Ex-Werder-Profis spielen bei der WM 2022

Klar, Werder-Stürmer Niclas Füllkrug steht im deutschen Aufgebot für die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Aber es ist nicht der einzige Teilnehmer mit Bremer Vergangenheit und Gegenwart.
21.11.2022, 10:03
Lesedauer: 4 Min
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Von Maik Hanke

Aus Sicht des SV Werder Bremen hat es definitiv schon WM-Turniere gegeben, bei denen wesentlich mehr Bremer Nationalspieler mitgewirkt haben als während der Weltmeisterschaft 2022. In Niclas Füllkrug (Deutschland) und Milos Veljkovic (Serbien) schicken die Grün-Weißen lediglich zwei Spieler aus ihrem aktuellen Bundesliga-Kader in die Wüste nach Katar.

Zum Vergleich: Bei der Heim-WM 2006, als Werder Bremen noch Stammgast in der Champions League war, entsendeten die Grün-Weißen allein für die deutsche Nationalmannschaft drei Spieler. 2010 in Südafrika waren es in Tim Wiese, Per Mertesacker, Marko Marin und Mesut Özil sogar vier. Bei den darauffolgenden Turnieren in Brasilien (2014) und Russland (2018) gab es zuletzt dann überhaupt keinen Werder-Profi mehr in der deutschen Auswahl.

Doch jetzt ist bekanntlich alles anders: In Niclas Füllkrug stellt Werder wieder einen deutschen A-Nationalspieler bei einer WM-Endrunde. Dazu steht Milos Veljkovic wie schon 2018 im serbischen Aufgebot. Die WM 2022 in Katar ist also nicht ganz ohne grün-weiße Beteiligung. Zumal sich in den Kadern der 32 Teilnehmer-Länder auch noch einige Spieler wiederfinden, die in der Vergangenheit das Werder-Trikot getragen haben.

Serge Gnabry

Der Offensivmann des FC Bayern München steht wie Füllkrug im deutschen WM-Kader 2022 und ist dort heißer Anwärter auf einen Stammplatz. Gnabry wechselte im Sommer 2016 vom FC Arsenal an die Weser und erzielte für Werder Bremen elf Tore in insgesamt 27 Pflichtspielen. Seit Juli 2017 steht der heute 27-Jährige beim deutschen Rekordmeister unter Vertrag.

  • Deutschland - Japan, Mittwoch, 23. November, 14 Uhr
  • Spanien - Deutschland, Sonntag, 27. November, 20 Uhr
  • Costa Rica - Deutschland, Donnerstag, 1. Dezember, 20 Uhr

Davy Klaassen

In seiner Zeit beim SV Werder Bremen war er in der niederländischen Nationalmannschaft kein Thema – inzwischen hat sich das aber längst geändert. Für den amtierenden Meister Ajax Amsterdam erzielte Klaassen in der laufenden Saison drei Tore in 13 Ligaspielen in der Eredivisie, was ihm seine erstmalige Berufung in den WM-Kader der „Elftal“ von Bondscoach Louis van Gaal bescherte. Für Klaassen überwiesen die Bremer im Sommer 2018 13,5 Millionen Euro Ablösesumme an den FC Everton, was den sympathischen Niederländer zum Bremer Rekordtransfer machte. Für die Grün-Weißen lief Davy Klaassen zwei Jahre lang auf, ehe er den Club während der Abstiegssaison im Oktober 2020 verließ und zurück zu seinem Heimatverein Ajax wechselte. Für Werder erzielte der heute 29-Jährige in 81 Pflichtspielen 16 Tore.

  • Senegal - Niederlande, Montag, 21. November, 17 Uhr
  • Niederlande - Ecuador, Freitag, 25. November, 17 Uhr
  • Niederlande - Katar, Dienstag, 29. November, 16 Uhr

Josh Sargent

Der nächste Ex-Bremer, der erstmals in seiner Laufbahn zu einer Weltmeisterschaft fährt – und Josh Sargent konnte sein Glück nach der Nominierung für den US-Kader kaum in Worte fassen. „Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich mir meinen Kindheitstraum erfüllen und bei einer Weltmeisterschaft spielen werde“, schrieb er kürzlich bei Instagram. Für Sargent ist die Berufung ins Aufgebot von Trainer Gregg Berhalter der Lohn für eine gute Spielzeit mit seinem Club Norwich City in der englischen Championship. Nach dem Bundesliga-Abstieg mit Werder Bremen hatte es den 22-Jährigen gen England gezogen. Mit den „Canaries“ stieg Sargent allerdings ebenfalls ab, nachdem er in der vergangenen Premier-League-Saison in 26 Einsätzen lediglich zwei Mal getroffen hatte. In der 2. Liga läuft es nun deutlich besser: Neun Tore und zwei Assists stehen in bislang 19 Einsätzen zu Buche. Den Schwung will Sargent jetzt mit in die US-Auswahl nehmen – und bei seiner ersten WM für Aufsehen sorgen. Für Werder spielte Sargent von Januar 2018 bis Sommer 2021. In dieser Zeit kam der Angreifer in 83 Pflichtspielen für die Grün-Weißen zum Einsatz (15 Tore, neun Vorlagen).

  • USA - Wales, Montag, 21. November, 20 Uhr
  • England - USA, Freitag, 25. November, 20 Uhr
  • Iran - USA, Dienstag, 29. November, 20 Uhr

Thomas Delaney

Für Werder Bremen war er im Januar 2017 ein absoluter Glücksgriff: Die Bremer eisten den defensiven Mittelfeldspieler für eine Ablösesumme von zwei Millionen Euro vom FC Kopenhagen los. Anderthalb Jahre später war das Kapitel Werder/Delaney allerdings schon wieder beendet. Etliche Top-Leistungen hatten den mittlerweile 31-jährigen Routinier in den Fokus des BVB gerückt, der sich Delaneys Dienste im Sommer 2018 20 Millionen Euro kosten ließ. Inzwischen steht der dänische Nationalspieler in Diensten des abstiegsbedrohten FC Sevilla, ist dort nur noch Reservist und damit alles andere als glücklich, wie er aus dem dänischen WM-Quartier gegenüber der Presseagentur „Ritzau“ mehr als deutlich erklärte: „Natürlich ist es frustrierend. Ich bin nicht nach Sevilla gegangen, um Rioja zu trinken und Tapas zu essen.“ Bei der WM 2022 dürfte sich Delaney, der laut eigener Aussage „keine schweren Beine“ habe, also für andere Clubs empfehlen wollen.

  • Dänemark - Tunesien, Dienstag, 22. November, 14 Uhr
  • Frankreich - Dänemark, Samstag, 26. November, 17 Uhr
  • Australien - Dänemark, Mittwoch, 30. November, 16 Uhr

Koen Casteels

Der Keeper des VfL Wolfsburg steht im Kader Belgiens, ist dort aber nur der Ersatzmann von Thibaut Courtois (FC Chelsea). Casteels (30) spielte in der Rückserie der Saison 2014/15 in Bremen, absolvierte in der Zeit lediglich sieben Pflichtspieleinsätze für Werder Bremen.

Kevin De Bruyne

Als er Werder Bremen in der Saison 2012/13 mit seinen zehn Toren und zehn Vorlagen vor dem Abstieg bewahrte, war schon klar, dass er zu Höherem berufen ist. Seit Jahren zählt De Bruyne bei Manchester City zu den Top-Stars in der Premier League. Mit dem WM-Dritten von 2018 will der 31-jährige Ex-Bremer in Katar dieses Mal den ganz großen Wurf schaffen und Weltmeister werden.

  • Belgien - Kanada, Mittwoch, 23. November, 20 Uhr
  • Belgien - Marokko, Sonntag, 27. November, 14 Uhr
  • Kroatien - Belgien, Donnerstag, 1. Dezember, 16 Uhr

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