Auswertung des Polizeiberichts Innenministerium erklärt: Kontrolle von Werder-Fans war überzogen

Vor einer Woche hatte die Aktion der Wolfsburger Polizei gegen Ultras von Werder Bremen für Aufsehen und viel Kritik gesorgt. Nun hat sich das Niedersächsische Innenministerium zu dem Vorfall geäußert.
12.08.2022, 16:12
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Von mbü

Knapp eine Woche nach der viel kritisierten Polizeikontrolle von zahlreichen Werder-Fans in Wolfsburg steht nun auch für das Niedersächsische Innenministerium fest, dass die Aktion so nicht hätte stattfinden dürfen. Das geht aus einer Mitteilung nach der Auswertung des Polizeiberichtes hervor. „Die Prüfung hat ergeben, dass die Gefahrenprognose und die Maßnahmen der Polizei grundsätzlich zutreffend waren und lediglich der gewählte Rahmen einer Kontrollstelle nicht richtig war“, erklärte Innenminister Boris Pistorius (SPD). „Sollten Fans aufgrund der so nicht rechtmäßigen Maßnahme zu Unrecht durchsucht worden sein, entschuldigen wir uns dafür.“

Auslöser der Aktion seien laut Ministerium konkrete Hinweise gewesen, dass es zu einem Einsatz von Pyrotechnik durch Werder-Fans kommen könnte, weshalb „bei klar definierten Personengruppen, insbesondere bestimmten Ultra-Gruppierungen“ entsprechende Gegenstände sichergestellt werden sollten. Die Polizei-Inspektion Wolfsburg-Hellmstedt hatte dafür die selbst so bezeichnete Kontrollstelle eingerichtet.

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Laut Paragraph 14 des Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (NPOG) sieht dieses jedoch vor, dass sich sämtliche anwesende Person einer solchen Kontrolle unterziehen müssen – und genau dafür fehlten letztlich nach Ansicht des Ministeriums die Voraussetzungen. „Zur Fehlerkultur in einer modernen Polizei gehört auch, dass entsprechende Fehler erkannt und benannt werden. Nur so kann man es zukünftig besser machen“, betonte Pistorius. „Das Innenministerium hat großes Interesse daran, dass die Einsätze im Umfeld von Fußballspielen möglichst reibungslos verlaufen und optimiert dazu bereits seit Jahren den Austausch zwischen Fans, Vereinen und Polizei.“

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