Suche nach neuem Trainer Werner soll es werden, Struber sagt Werder wohl ab 

Es läuft wohl auf Ole Werner hinaus. Die Anzeichen jedenfalls verdichten sich, dass Werner von der Förde an die Weser wechselt: Eine ins Auge gefasste Alternative hat abgesagt.
23.11.2021, 20:10
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Die Anzeichen verdichten sich immer mehr, dass Ole Werner der nächste Chefcoach des SV Werder Bremen wird. Denn Gerhard Struber, mit dem sich die Bremer intensiv beschäftigt haben, hat dem Zweitligisten angeblich abgesagt.

Der Österreicher möchte offenbar lieber bei RB New York bleiben. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Angefragt wurden von Werder auch Daniel Farke (zuletzt Norwich City) und Daniel Thioune (zuletzt Hamburger SV). Kurios dabei: Der HSV möchte seinen im Mai entlassenen Coach dem Vernehmen nach nicht zu einem Ligakonkurrenten wechseln lassen. Zu groß ist offenbar die Sorge, dass Thioune dann plötzlich als Gegner besser funktioniert. Das lässt sich der HSV einiges kosten, der Vertrag des Trainers läuft noch bis zum 30. Juni 2022.

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Kompliziert ist die Lage auch in Kiel. „Ole Werner hat noch einen bestehenden Arbeitsvertrag bis zum 30. Juni 2022 bei Holstein Kiel“, sagte KSV-Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver der „Bild“-Zeitung. Doch diese Sichtweise teilen längst nicht alle Beteiligten. Werner war Mitte September von seinem Amt zurückgetreten und soll seinen Vertrag fristgerecht zum 30. November gekündigt haben. Dazu existiert angeblich auch ein entsprechendes Rechtsgutachten. Die Kieler wollen ihren Ex-Trainer, der seit 15 Jahren im Club ist, trotzdem nicht freigeben – zumindest nicht ohne Ablösesumme. Diese wiederum will Werder Bremen nicht zahlen. Schließlich sind gerade erst die 500.000 Euro für Markus Anfang, der nur so im Sommer von Darmstadt 98 losgeeist werden konnte, verbrannt worden. Der 47-Jährige hatte am vergangenen Freitag seinen Rücktritt erklärt.

Mit Ole Werner ist sich Werder Bremen grundsätzlich schon einig, der 33-Jährige will unbedingt an die Weser wechseln. Sollte das noch in dieser Woche klappen, würde er am Samstag ausgerechnet in Kiel seine Werder-Premiere feiern. Auch diese Möglichkeit liegt den „Störchen“ schwer im Magen. Es ist daher denkbar, dass Werner erst am Montag seinen Job antreten darf. Auch bei der Ablöse ist ein Kompromiss in Sicht. Demnach könnte Werder den Kielern nachträglich noch etwas für Werner zahlen, wenn der die Grün-Weißen in seiner Vertragslaufzeit zurück in die Bundesliga führt.

Die Ex-Profis von Werder Bremen, Miroslav Klose, Torsten Frings und Tim Borowski sind übrigens nicht mehr im Rennen um den Trainerposten bei den Grün-Weißen. 

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