Mehr Flexibilität Mit welcher Grundordnung Werner für die Bundesliga plant

Ein Trainer, eine Grundordnung: Die Formation 3-5-2 ist unter Trainer Ole Werner gesetzt. Das wird auch in der Bundesliga der Fall sein – es gibt aber eine entscheidende Änderung.
21.05.2022, 15:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Seit Ole Werner beim SV Werder Bremen an der Seitenlinie steht, hat der 34-Jährige seine Mannschaft stets im 3-5-2 auf den Platz geschickt, sprich mit Dreierkette in der Abwehr, einem Fünfer-Mittelfeld sowie einem Sturmduo davor. Werners Vorgänger Markus Anfang hatte kurz vor seinem Aus in Bremen bereits auf diese Grundordnung umgestellt. Der neue Coach behielt sie danach bei und führte die Mannschaft so zum Bundesliga-Aufstieg. Dass taktische Fragen für ihn während der Zweitliga-Saison aber gar nicht immer so sehr im Vordergrund standen, hat Werner nun überraschend offen eingeräumt.

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„In der 2. Liga konntest du vor Spielen oft sagen, dass du auf allen Positionen besser besetzt bist als der Gegner und es auch individuell lösen kannst. Da musstest du gar nicht so sehr die taktische Keule schwingen“, sagte Werner. Vielmehr sei es wichtig gewesen, „die individuelle Qualität auch zum Tragen zu bringen und Stabilität zu haben“. In der Tat hatten die Bremer in der gerade abgelaufenen Serie insgesamt wohl den besten Kader aller Zweitligisten zu bieten. Spieler mit der Klasse und Erfahrung eines Jiri Pavlenkas, Ömer Topraks oder Niclas Füllkrugs gibt es im Unterhaus schließlich nicht allzu viele, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch Marvin Ducksch machte mit Einzelaktionen regelmäßig den Unterschied aus. In der kommenden Bundesliga-Saison kann und wird sich Werner deutlich seltener auf die individuelle Qualität verlassen können, weil die der meisten Gegner größer ist. „Das wird sich für uns ändern“, sagte der Coach, dessen Team künftig wieder häufiger auf Mannschaften trifft, „die besser besetzt sind als wir“.

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Die Fragen nach Taktik und Grundordnung, nach überraschenden Elementen im Spiel, um eventuelle Nachteile wettzumachen – sie werden bei Werder während des Sommers an Gewicht gewinnen. „Flexibilität und Unausrechenbarkeit werden Faktoren sein“, kündigte Werner an, was aber nicht bedeuten muss, dass er vom 3-5-2 abweicht. Im Gegenteil. „Ich halte eine Grundordnung für sinnvoll, von der man dann andere Grundordnungen ableitet“, erklärte der Trainer, und da die Mannschaft das 3-5-2 „stark verinnerlicht“ habe, „wird das unsere Grundlage sein“.

In seiner Zeit bei Holstein Kiel hatte Werner stets mit Viererkette spielen lassen, nicht ausgeschlossen, dass diese Abwehrformation in der Bundesliga bei Werder ein Comeback feiert. „Viele Lösungen sehen in einem 4-3-3 gar nicht so groß anders aus als in einem 3-5-2. Diese beiden Grundordnungen sind erstmal in meinem Kopf für die Vorbereitung auf die neue Saison“, sagte Werner.

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