Schulleitungen schließen sich zusammen Kritik an Öffnungsplänen für Schulen und Kitas in Bremen

Gegen die vorzeitige Komplettöffnung von Grundschulen und Kitas gibt es weiter Widerstand. Nun melden sich die Grundschulleitungen aus dem Bremer Westen und die Zentralelternvertretung der Kitas.
21.02.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Kritik an Öffnungsplänen für Schulen und Kitas in Bremen
Von Frank Hethey

Die Pläne der Bildungsbehörde, ab dem 1. März in den Grundschulen bei voller Klassenstärke zur Präsenzpflicht und in den Kitas zum eingeschränkten Regelbetrieb zurückzukehren, stoßen auf weiteren Widerstand. Nun haben sich 13 Grundschulleitungen aus dem Bremer Westen und die Zentralelternvertretung (ZEV) der Tageseinrichtungen für Kinder zu Wort gemeldet und fordern ein behutsames Vorgehen mit Halbgruppen-Modellen.

Die aktuelle Entscheidung sei „schwer tragbar und wenig nachvollziehbar“ schreiben die Schulleitungen in einem Brief an Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) mit Hinweis auf die Virusmutanten. „Vier weitere Wochen Halbgruppenunterricht, zwei Wochen Osterferien, danach die Öffnung“, lautet der Gegenvorschlag.

Lesen Sie auch

Eine ähnliche Forderung stellt die ZEV als Interessenvertretung von Eltern und Kindern in Krippen, Kitas und Horten auf. Der aktuelle Reaktionsstufenplan müsse ergänzt werden, heißt es in einem Papier zur Situation unter Pandemiebedingungen. „Wir fordern die Implementierung einer weiteren Stufe, die sich am schulischen Wechselmodell in Halbgruppen orientiert“, schreiben die Verfasser um Vorstandsvorsitzende Ann-Kathrin Rohde.

Die Halbgruppen könnten bei mehr als einer Fachkraft pro Gruppe im täglichen oder wöchentlichen Wechsel umgesetzt werden, unter Umständen seien zusätzliche Räume für die Kinderbetreuung umzuwidmen. Bei weniger Personal sei zu prüfen, ob ein- und dieselbe Fachkraft unterschiedliche Halbgruppen betreuen könnte.

Lesen Sie auch

Die Schulleitungen betonen, Halbgruppenunterricht sei keine Schulschließung und auch kein Verzicht auf das Betreuungsangebot. Vom Senat fühlen sich die Schulleitungen übergangen, sie vermuten „starken politischen Druck“ hinter der Entscheidung für eine komplette Öffnung. Es seien klare Konzepte für eine Präsenzpflicht bei gleichzeitigem Halbgruppenunterricht erarbeitet worden. Mehr Flexibilität statt pauschale Maßnahmen fordert die ZEV, Träger und Einrichtungen müssten „kreativ und lösungsorientiert einrichtungsscharf optimale Betreuungsangebote schaffen“.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+