Nach Brand auf Lürssen-Werft

Zerstörte Luxusjacht soll nach Hamburg transportiert werden

Die zerstörte Luxusjacht, die noch im Dock der Lürssen-Werft in Bremen-Nord liegt, könnte nach Informationen des WESER-KURIER zu einer Werft nach Hamburg zum Abwracken transportiert werden.
23.11.2018, 20:46
Lesedauer: 1 Min
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Zerstörte Luxusjacht soll nach Hamburg transportiert werden
Von Peter Hanuschke

Die zerstörte Luxusjacht, die noch im Dock der Lürssen-Werft liegt, könnte nach Informationen des WESER-KURIER zu einer Werft nach Hamburg zum Abwracken transportiert werden. Zumindest soll das eine Option sein, die geprüft wird, heißt es aus dem Umfeld des Unternehmens. In Hamburg gehört die Werft Blohm+Voss zur Lürssen-Gruppe. Der Transport der etwa 147 Meter langen Luxusjacht samt Resten vom Dock müsste dann per Schwimm-Ponton erfolgen, weil das Schiff angeblich aufgrund von Verunreinigungen nicht mit Weser- oder Elbewasser in Berührung kommen darf.

Die Jacht, deren Bau schon weit fortgeschritten war, wurde Mitte September durch ein Feuer total zerstört, ebenso das Trockendock. Derzeit laufen noch die polizeilichen Ermittlungen. Wann auf der Lürssen-Werft in diesem Abschnitt wieder die Arbeit aufgenommen werden kann, dazu wollte sich das Unternehmen am Freitag nicht äußern. Nach Informationen dieser Zeitung sollen zumindest die dafür notwendigen Kräne bestellt worden sein. Ebenso ließ das Unternehmen offen, ob bereits Rohbau-Sektionen für einen Neubau an anderen Standorten der Lürssen-Gruppe gefertigt worden sind.

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Für die Bremer Feuerwehr war der Brand auf dem Gelände der Lürssen-Werft der personell größte Einsatz der Nachkriegsgeschichte. Gut drei Tage dauerte es, bis das Feuer gelöscht war. Zur Unterstützung der Berufsfeuerwehren und der freiwilligen Feuerwehren aus dem Umland war sogar die Werkfeuerwehr der Meyer-Werft aus dem 110 Kilometer entfernten Papenburg angerückt. Insgesamt waren 900 Feuerwehrleute im Einsatz.

Die Feuerwehr der Meyer-Werft verfügt über zusätzliche Spezialfahrzeuge, die notfalls für ein Feuer auf riesigen noch im Bau befindlichen Kreuzfahrtschiffen ausgelegt sind. Doch auch sie kamen am Ende nicht mehr gegen die Flammen an. Die Luxusjacht gilt als Totalschaden. In der Branche kursiert eine Schadenssumme in Höhe von 700 Millionen US-Dollar – was mehr als 610 Millionen Euro entspricht. Darüber hatte das Branchenmagazin „Tradewinds“ vor ein paar Wochen berichtet.

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