Serie "Mein Freimarkt" Sturzfahrt in die Fluten

Bremen. "Ich komme schon seit Jahren immer wieder zur Wildwasserbahn", sagt Christian Wagner. Er weiß: "Um dabei nicht von oben bis unten durchnässt zu werden, muss man schon gut aufpassen."
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Sturzfahrt in die Fluten
Von Jörn Hüttmann

Bremen. "Ich komme schon seit Jahren immer wieder zur Wildwasserbahn", sagt Christian Wagner. Zum Beweis hält er zwei Farbfotos in die Höhe. "Die sind aus den Jahren 2002 und 2003." Beide Bilder zeigen ein Motiv: Wagner rast in einem Wildwasserbahnwagen, der einem ausgehöhlten Baumstamm nachempfunden ist, eine Wasserrutsche hinunter. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht versucht er, sich vor dem Spritzwasser in Sicherheit zu bringen.

"Um dabei nicht von oben bis unten durchnässt zu werden, muss man schon gut aufpassen", sagt Wagner mit Blick auf eine der drei großen Abfahrten der Wildwasserbahn. Wer vorne in den Baumstämmen sitzt, bekommt am wenigsten Wasser ab, sagt der 55-Jährige, der als Fahrdienstleiter bei der Deutschen Bahn arbeitet. Wie auf den Fotos zu sehen ist, fahre er am liebsten allein. So könne er sich immer den besten Platz sichern. "Wenn man durch die Bahn durch ist, sind die Klamotten meistens aber trotzdem nass."

Genau das mache aber auch den Reiz der Wildwasserbahn aus, sagt Günter Wagner, der seit über 20 Jahren mit dem Fahrgerät seines Chefs, Joachim Löwenthal, zum Bremer Freimarkt kommt. Auch die kalte Jahreszeit sei für die wildwasserbegeisterten Fahrgäste kaum ein Hindernis. "Die Bremer sind insgesamt ziemlich hart im Nehmen, was das Wetter angeht", sagt der Schausteller und fängt an zu lachen. "Hier beschweren sich die Leute nur, wenn wir nicht fahren können, weil das Wasser eingefroren ist."

Für Christian Wagner ist der Abstecher zur Wildwasserbahn mittlerweile zur Freimarkt-Tradition geworden. "Meine Familie und ich haben einen festen Rundgang über die Bürgerweide, der uns auch immer hierher führt." Die extrem wilden Fahrgeschäfte seien nicht sein Ding, sagt Christian Wagner, der in seiner Freizeit als Schlagzeuger in drei Bands spielt. "Alles, was sich hin und her dreht, ist nichts für mich." Die Wildwasserbahn sei da die perfekte Alternative: "Nicht zu hektisch, aber trotzdem wird Adrenalin durch den Körper gepumpt."

Darüber hinaus, sagt der 55-Jährige, sei der Freimarkt aber allein wegen der besonderen Atmosphäre immer wieder einen Besuch wert: "Die Mischung aus Gerüchen, Stimmen, Musik und Licht ist einzigartig." Und nach ein paar Jahren Wildwasserbahn habe sich jeder die Abfahrt gemerkt, an der die Fotos geschossen werden. "Dann werden die Bilder auch was, und man kann ein schönes Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen."

Liebe Leserinnen und Leser, welches ist Ihre Lieblingsbude? Erzählen Sie uns von dem Freimarktgeschäft, das Sie auf keinen Fall verpassen wollen. Schreiben Sie uns kurz unter dem Stichwort "Mein Freimarkt" und unter Angabe Ihrer Telefonnummer an die Bremer Tageszeitungen AG, Redaktion Lokales, Martinistraße 43-45, 28195 Bremen, oder per Mail an lokales@weser-kurier.de

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