Ostkurve Nach Pyro-Einsatz: DFB ermittelt gegen Werder-Stürmer Füllkrug

Nach dem Sieg über Jahn Regensburg und dem feststehenden Aufstieg von Werder Bremen hat Niclas Füllkrug mit brennender Pyrotechnik in der Ostkurve gejubelt. Das könnte nun ein Nachspiel haben.
17.05.2022, 11:55
Lesedauer: 2 Min
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Nach Pyro-Einsatz: DFB ermittelt gegen Werder-Stürmer Füllkrug
Von Malte Bürger

Die Aufstiegsfeier des SV Werder Bremen könnte für Stürmer Niclas Füllkrug ein unschönes Nachspiel haben. Im Anschluss an den 2:0-Erfolg gegen Jahn Regensburg war der 29-Jährige dabei zu sehen gewesen, wie er bei den Fans in der Ostkurve des Weserstadions mit brennender Pyrotechnik in der Hand jubelte. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ bestätigte, wurde deshalb nun ein Ermittlungsverfahren gegen den Stürmer eingeleitet.

Füllkrug selbst hatte kurz nach den Szenen noch gewitzelt, sich im Radio-Bremen-Interview scherzhaft mit den Worten herausgeredet: „Nee, das war ich nicht.“ Da waren die Bilder aber längst in der Welt, Werders Torjäger klar zu identifizieren. Schon während der Partie war in der Ostkurve, aber auch im Gästeblock der Regensburger immer wieder Pyrotechnik abgebrannt worden. Werder setzte daraufhin gleich mehrere Durchsagen in der Arena ab, um weitere Rauchschwaden zu verhindern – vergeblich.

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Die Szenen aus Bremen erinnern an vergleichbare Ereignisse, die sich vor ziemlich genau zehn Jahren in Düsseldorf abgespielt haben. Seinerzeit gelang der dortigen Fortuna gegen Hertha BSC in der Relegation der Bundesliga-Aufstieg, während der anschließenden Feierlichkeiten hatten Kapitän Andreas Lambertz und Maximilian Beister jeweils mit sogenannten Bengalos in der Hand gefeiert. Knapp drei Monate später war das von der Staatsanwaltschaft eingeleitete Verfahren gegen eine Zahlung von je 4000 Euro eingestellt worden, der DFB-Kontrollausschuss verhängte gegen Lambertz eine Zwei-Spiele-Sperre. Teamkollege Beister kam ohne Auszeit davon, weil er außerhalb des Stadions mit Pyrotechnik gejubelt hatte.

Vermutlich müssen sich nun auch Werder und Füllkrug auf Sanktionen einstellen. Auf Nachfrage unserer Deichstube teilte der Verein jedoch kurz und knapp mit, noch nichts Offizielles in dieser Angelegenheit erhalten zu haben. Und selbst wenn dies demnächst der Fall sein sollte, werde es mit dem Verweis auf ein laufendes Verfahren keine Äußerungen dazu geben.

In der Vergangenheit ist der Verein schon mehrmals vom DFB mit Geldstrafen wegen zündelnder Fans belegt worden. In der jüngst beendeten Saison wurde der Club aufgrund eines pyrotechnischen Vergehens in der Hinrunde sanktioniert. Damals hatten Werder-Anhänger beim Auswärtsspiel gegen Holstein Kiel eine große Feuer-Show mit mehr als 60 Gegenständen veranstaltet. Die Partie musste daraufhin sogar kurz unterbrochen werden. Knapp drei Monate später setzte es für Werder vom DFB-Sportgericht eine Geldstrafe in Höhe von 40.830 Euro. Diese verringerte sich immerhin noch auf 30.622 Euro, da während der Pandemie aufgrund von finanziellen Einbußen wegen geringerer Zuschauerkapazitäten aktuell ein Nachlass in Höhe von 25 Prozent gewährt wird. 

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