Grafiken zur Bürgerschaftswahl

Interaktiv: Alle Fakten zur Wahlumfrage auf einen Blick

Knapp vier Monate vor der Wahl werfen wir einen Blick auf die Stimmung in Bremen. In interaktiven Grafiken erklären wir, welche Koalitionen möglich und wie zufrieden die Bremer mit der Landespolitik sind.
15.02.2019, 16:00
Lesedauer: 8 Min
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Interaktiv: Alle Fakten zur Wahlumfrage auf einen Blick
Von Alice Echtermann
Interaktiv: Alle Fakten zur Wahlumfrage auf einen Blick

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Knapp vier Monate vor der Bürgerschaftswahl hat der WESER-KURIER eine repräsentative Umfrage bei Infratest-Dimap in Auftrag gegeben. Sie zeigt das Stimmungsbild in Bremen im Februar 2019. Welche Partei hat die Nase vorne? Wie zufrieden sind die Bremer mit den einzelnen Politikbereichen wie Bildung oder Arbeitsmarkt? Welche Politiker schneiden besonders gut ab, mit wem ist die Bevölkerung eher unzufrieden? Das und mehr erfahren Sie hier übersichtlich und in interaktiven Grafiken.

[Tipp: Fahren Sie mit der Maus über die Grafiken oder tippen auf dem Smartphone auf einzelne Bereiche, um sich die Werte anzeigen zu lassen.]

Die Sonntagsfrage ("Wenn an diesem Sonntag Bürgerschaftswahl wäre, welche Partei würden Sie wählen?") zeigte die CDU (25%) mit einem Prozentpunkt vor der SPD (24%). Drittstärkste Kraft sind die Grünen (18%), gefolgt von den Linken (13%), der AfD (8%) und der FDP (6%).

Daraus ergeben sich folgende Ergebnisse für mögliche Koalitionen in Bremen: Eine klare Mehrheit hätte nach dem aktuellen Stand lediglich ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken (Rot-Rot-Grün).

Aber auch eine Große Koalition und ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP (Jamaika) wären rechnerisch knapp möglich, auch wenn sie in der Umfrage gemeinsam nur auf jeweils 49 Prozent kommen.

Eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP käme gemeinsam auf 48 Prozent.

Die Umfrage zeigt auch: Am beliebtesten ist in Bremen noch immer die rot-grüne Koalition. Sie wird von 38 Prozent der Befragten mit "gut" oder "sehr gut" bewertet. Doch auch Rot-Rot-Grün erzielt kein schlechtes Ergebnis (34%) - ein Jamaika-Bündnis dagegen können sich offenbar nur wenige Bremer vorstellen. Nur 27 Prozent bewerten diese Option positiv.

Im Laufe der Zeit haben sich die Mehrheitsverhältnisse bei den Bürgerschaftswahlen stark verändert. Vor allem die SPD, die seit dem Zweiten Weltkrieg ununterbrochen den Bürgermeister im kleinsten Bundesland stellte, befindet sich in den Wahlergebnissen seit Jahren im Abwärtstrend. Die CDU bekommt gerade wieder Aufwind, und auch die kleineren Parteien verzeichnen laut der Umfrage gegenüber der Bürgerschaftswahl 2015 eine positive Entwicklung. Einzige Ausnahme: die FDP.

Mit der Arbeit des rot-grünen Senats sind viele Menschen in Bremen unzufrieden. Mit den aktuellen Zahlen sind die Zustimmungswerte zum rot-grünen Senat seit Mai 2011 ununterbrochen gesunken – von 46 auf 35 Prozent derzeit. Als "unzufrieden" mit dem Senat bezeichnen sich 59 Prozent der Befragten. 43 geben an, "weniger zufrieden" zu sein, 16 wählen die Kategorie "gar nicht zufrieden". Der Grad der Unzufriedenheit schwankt, je nachdem, zu welcher Partei die Befragten selbst tendieren. So sind Anhänger der AfD insgesamt deutlich am unzufriedensten. Wenig überraschend: Am zufriedensten mit dem Senat sind die Wähler von SPD und Grünen.

Auch bei der Beurteilung der Arbeit der einzelnen Parteien im Senat oder in der Bürgerschaft überwiegt die Unzufriedenheit stets die Zufriedenheit, und zwar mit allen Parteien:

Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Politiker zeigt auch, in welchen Politikfeldern die Bremer vor allem Defizite sehen. Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) ist im Vergleich der Bundesländer der Ministerpräsident mit der geringsten Zustimmungsquote. (Die Grafik zeigt die Bewertung der einzelnen Länderchefs - lediglich für Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern liegen keine Daten vor.)

Der Politiker mit der größten Zustimmung ist derzeit Innensenator Ulrich Mäurer. Hier lesen Sie, wie 16 Politikerinnen und Politiker in der aktuellen Umfrage abschneiden:

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Wie zufrieden die Bremer mit den einzelnen Politikbereichen sind, erfahren Sie hier:

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