Kandidaten, Parteien, Briefwahl

Was Sie zur Bundestagswahl in Bremen wissen müssen

Am 26. September stimmt Bremen mit ganz Deutschland über den nächsten Bundestag ab. Alles zu den Wahllokalen, Direktkandidaten, zur Briefwahl und den Parteien finden Sie in unserer Übersicht.
26.09.2021, 07:17
Lesedauer: 3 Min
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Was Sie zur Bundestagswahl in Bremen wissen müssen
Von Patrick Reichelt
Inhaltsverzeichnis

Wann findet die Bundestagswahl statt und wann öffnen in Bremen die Wahllokale?

Die Wahllokale sind am 26. September 2021 von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Alle Nachrichten zum Wahltag in Bremen und umzu liefern wir Ihnen hier in unserem Liveblog. 

Wo ist mein Wahllokal?

Generell ist die Adresse des Wahllokals auf der Wahlbenachrichtigung angegeben. Rechtzeitig vor der Wahl soll außerdem ein Wahllokalfinder online gestellt werden, mit dem das Wahllokal gefunden werden kann. 

Das Wahlraumverzeichnis wird zu jeder Wahl neu herausgegeben. Bei der letzten Wahl hatte Bremen 335 einzelne Wahlbezirke. Da nicht in jedem einzelnen Wahlbezirk die Möglichkeit für einen geeigneten Wahlraum besteht, können Wahlbezirke auch gemeinsam in einem Raum abstimmen.

Welche Wahlkreise gibt es in Bremen?

Deutschland hat insgesamt 299 Wahlkreise. Zwei Davon entfallen auf das Land Bremen: "Bremen I" umfasst die Stadtteile Borgfeld, Horn-Lehe, Hemelingen, Huchting, Mitte, Neustadt, Oberneuland, Osterholz, Östliche Vorstadt, Schwachhausen und Vahr.

Der zweite Wahlkreis "Bremen II - Bremerhaven" besteht aus den Stadtteilen Blockland, Blumenthal, Burglesum, Findorff, Gröpelingen, Häfen, Seehausen, Strom, Vegesack, Walle und Woltmershausen sowie der Stadt Bremerhaven.

Wie und wo kann ich in Bremen Briefwahl beantragen?

Etwa einen Monat vor der Bundestagswahl, also Ende August, wurden die Wahlbenachrichtigungen an alle wahlberechtigten Bremer versandt. Auf der Rückseite ist ein Vordruck für die Beantragung der Briefwahl. Generell ist die Antragstellung auch online oder direkt beim Wahlamt möglich, sobald das Wählerverzeichnis erstellt wurde. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Landeswahlleiters.

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Wer sind die Direktkandidaten in Bremen?

Für die SPD treten Sarah Ryglewski (Wahlkreis Bremen I) und Uwe Schmidt an (Bremen II-Bremerhaven). Beide konnten sich bereits bei der vergangenen Bundestagswahl durchsetzen und kämpfen um ihre Wiederwahl.

Die CDU setzt im Wahlkreis Bremen I auf Thomas Röwekamp, der bis vor Kurzem noch Fraktionschef war. Die zweite Kandidatin ist Wiebke Winter, die seit 2019 Landesvorsitzende der Jungen Union Bremen und das jüngste Mitglied im CDU-Bundesvorstand ist.

Kirsten Kappert-Gonther (Bremen I) und Michael Labetzke (Bremen II-Bremerhaven) gehen für die Grünen ins Rennen. Kappert-Gonther sitzt seit 2017 im Bundestag.

Neben dem stellvertretenden Landesvorsitzenden Volker Redder will auch Gökhan Akkamis für die FDP direkt in den Bundestag einziehen.

Die Linke stellen im Wahlkreis Bremen I Cindi Tuncel auf, im Wahlkreis Bremen II - Bremerhaven tritt Doris Achelwilm an. Achelwilm ist seit 2017 Mitglied des Bundestags. Sie ist unter anderem Sprecherin ihrer Fraktion für Gleichstellungs-, Queer- und Medienpolitik. 

Die AfD wird in Bremen bei der Bundestagswahl mit Heiner Löhmann im Wahlkreis Bremen I und Thomas Jürgewitz im Wahlkreis Bremen II antreten. An erster Stelle auf der Landesliste steht Olaf Kappelt aus dem Landkreis Cuxhaven. 

Daneben haben auch viele kleinere Parteien Direktkandidaten aufgestellt.

Wer konnte die Wahl in Bremen 2017 für sich entscheiden?

Sowohl bei den Zweit- als auch bei den Erststimmen lag 2017 die SPD in Bremen vorn. Der Abstand zur CDU war aber gerade bei den Zweitstimmen gering – im Wahlkreis Bremen I lag die CDU sogar leicht vorn.

Sarah Ryglewski (SPD) setzte sich mit 30 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis Bremen I gegen Elisabeth Motschmann (CDU, 24,2 Prozent) durch und zog direkt in den Bundestag ein. Auch im zweiten Wahlkreis Bremen II-Bremerhaven gewann die SPD: Uwe Schmidt sicherte sich das Direktmandat vor Else Hornhues (CDU, 25 Prozent).

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Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2017 in Bremen?

Insgesamt waren vor vier Jahren 474.151 Menschen im kleinsten Bundesland wahlberechtigt, 335.919 machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 70,8 Prozent, was nach Sachsen-Anhalt der geringste Wert unter den Bundesländern war. 

Im Wahlkreis Bremen I war dabei die Beteiligung mit 74,6 Prozent deutlich höher. Im Wahlkreis Bremen II – Bremerhaven stimmten nur 66,7 Prozent der Wahlberechtigten ab.

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